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Bouldern: fließende Kletterbewegung

„Felsblock-Klettern“ in Absprunghöhe ohne Seil: Das Bouldern ist in den 50er und 60er Jahren aus dem Klettersport hervorgegangen. Heute gilt das Bouldern als etablierte Wettkampfsportart und genießt großen Zulauf im Breiten- und Freizeitsport – besonders rasant hat sich die Sportart in den 90er Jahren entwickelt.

Bouldern kann man sowohl an künstlichen Anlagen als auch in der Natur. Da der Sport relativ risikoarm ist, hat er sich als beliebte Freizeitbeschäftigung bereits fest etabliert. Bekannte Bouldergebiete sind zum Beispiel das Zillertal in Tirol (Österreich) oder das Frankenjura in Bayern.   

 

Die Merkmale des Boulderns auf einen Blick:

  • Förderung dynamisch, fließender Körperbewegung
  • Verbesserung der Körperspannung und Maximalkraft
  • Förderung von Koordination und Gleichgewicht
  • Überlastung von Bändern, Sehnen und Muskeln
  • Verletzungsgefahr durch unkontrolliertes Landen auf Matten
 

Artikel zum Thema Bouldern

Die Geschichte des Boulderns in Deutschland

Bergpodcast Folge 21

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Was ursprünglich als Insider-Training für das Klettern am Fels anfing, hat mittlerweile eine große Eigendynamik entwickelt: das Bouldern. Vor 15 Jahren kannten es nur wenige. Seitdem ist eine Menge passiert: Aus der Nischensportart wurde ein handfester Trend und heute muss man den Begriff kaum noch jemandem erklären. Doch wo hat das Bouldern in Deutschland eigentlich seinen Ursprung? Und wie hat es sich in den letzten Jahren verändert und entwickelt? Darum soll es in dieser Folge unseres Bergpodcasts gehen. Auf Spurensuche ist diesmal Juliane Fritz von „Bin weg bouldern“ gegangen und hat dabei mit einigen Menschen gesprochen, die Teil der deutschen Bouldergeschichte waren und sind.   Credits für die Musik aus dieser Folge: “Todays Special Jam Tomorrow”, “Stuff will never love you back”, “I Snost I lost” and “Baldanders Strikes The Set” by Doctor Turtle / Free Music Archive / CC BY https://www.freemusicarchive.org/music/Doctor_Turtle   

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher. 

Bouldern naturverträglich

Boulderappell

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Boulderappell Das Treiben an den kleinen Blöcken hat sich längst zu einer festen Spielart des Kletterns etabliert. Ob mit Wollmütze oder ohne, auch hier bewegen sich die Boulderer häufig in einem sensiblen Naturraum. Ein paar Spielregeln sind daher unvermeidlich. DAV, Naturfreunde, IG Klettern und die Pfälzer Kletterer haben in Abstimmung mit einigen Aktiven aus der jeweils regionalen Boulderszene einen Boulderappell erarbeitet. Er ist eine Empfehlung und gibt Hinweise und Tipps um ein verträgliches Neben- und Miteinander an den Blöcken auch in Zukunft zu ermöglichen. Boulderer, bitte haltet euch daran!