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Kinder brauchen Abenteuer

Mut zum Risiko

05.02.2018, 12:25 Uhr

Mit einer augenzwinkernden Kampagne plädiert die österreichische Alpenvereinsjugend für mehr Entwicklungsspielraum und Mut zum Risiko für Kinder. Die größte österreichische Jugendorganisation will damit Überbehütung und Entfremdung von der Natur thematisieren und eine Diskussion in Gang setzen.

Freiräume für die Entwicklung bieten

„Kinder brauchen Abenteuer. Sie müssen die Möglichkeit haben, die eigenen Kräfte in der Natur zu erproben und ihre Grenzen auszuloten. Wer ihnen diese Freiräume nimmt, nimmt ihnen auch die Chance, sich motorisch und koordinativ weiterzuentwickeln“, erklärt Nicole Slupetzky, Vizepräsidentin und Bundesjugendleiterin im Österreichischen Alpenverein die Motivation der Kampagne.

 

Begleitet wird die Kampagne durch eine humorvolle Bilderserie: Zehn Cartoons vereinen Witz mit ernstem Kern und sollen zum Nachdenken anregen.

 

„Von einem Absatz zu springen, auf einen Baum zu klettern, zu stolpern, ohne sich zu verletzen: Gewisse motorische Fähigkeiten scheinen für immer mehr Kinder zur Herausforderung zu werden“, beschreibt Hanna Moser, Leiterin der Alpenvereinsjugend die Beobachtungen.

 

Knackpunkt ist immer häufiger auch die Überbehütung der Kinder. „Wo früher die Kids sogar selbständig zum Sommercamp angereist sind, erscheinen sie jetzt in Begleitung von Mama und Papa“, so Moser. Man müsse den Eltern wieder beibringen, ihre Kinder loszulassen.

 

 

Wachsendes Angebot

Der Österreichische Alpenverein richtet sich mit einem wachsenden Angebot an Kinder und Jugendliche. Dazu gehören Programme wie Sommercamps, Draußen-Erlebnisse unter dem Stichwort „risk’n’fun“ sowie das Förderprogramm „Junge Alpinisten“.

 

Ausführliche Informationen zur Kampagne und zum Thema "Verantwortung ermöglichen" beim Österreichischen Alpenverein.

 

 

Credits: Alpenverein (ÖAV) / Georg Sojer