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Maria Pilarski und Sepp Pfnür auf BMC Klettertreffen in Wales

10.06.2015, 21:26 Uhr

 

Internationales Klettertreffen in North Wales/Schwerpunkt Trad Klettern


Der BMC hatte Gäste aus über 30 Ländern eingeladen - und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es kamen 23 verschiedene Nationen zusammen, um gemeinsam in North Wales zu klettern. Ziel war es, jeden Tag mit einem einheimischen Kletterer die vielzähligen Gebiete zu erkunden. Die British hosts waren wahnsinnig gastfreundlich und "psyched" (wie man dort sagen würde), also immer und bei jedem typisch englischen Wetter motiviert zu klettern und uns die besten Routen zu zeigen.

BMC Camp Llanberis Pass Foto Maria Pilarski klein
BMC Camp Llanberis Pass; Foto: Maria Pilarski

Jeden Abend gab es verschiedene Vorträge diverser Kletterer aus unterschiedlichen Ländern. Die Seilschaftspartner wurden jeden zweiten Tag gewechselt, wodurch mehrere neue Kontakte und Bekannschaften entstanden. Das Wetter spielte einigermaßen mit, es regnete nur an einem Tag "britisch" herunter.

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Sepp unterwegs mit den Hamer Brothers; Foto: Mike Hutton

 

 

Fordernde Kletterei für den Kopf

Tread Klettern ist nicht jedermanns Sache, jeder muss genau wissen, wie mental stark er am Klettertag ist - eine Herausforderung der besonderen Art. Die Kletterei ist fordernd, viel für den Kopf, da man ständig am überlegen ist, welchen der kunterbunten "wires" (Keile von mikro bis riesig) man als nächstes

unterbringt. Ein bisschen wie ein Puzzelspiel am Anfang. Das kann ganz schön pumpig werden, wenn die Wahl auf die richtige mobile Sicherung nicht schnell genug getroffen wird. Aber wenn man so eine Tour „überlebt“, ist das Durchstiegsgefühl umso intensiver.

 

 

Maria in Penny E4 6a Photo Sophie Whyte klein
Maria in Penny; Foto: Sophie Whyte
Ganz besonders gut gefallen haben uns zum Beispiel in Dinas Cromlech die "Resurrection" E4 6a an der Left Wall und am Holyhead Mountain die "Penny" E4 6a. Die Resurrection ist eigentlich eher Wandkletterei an Leisten und guten Fingerlöchern, ein bisschen fränkisch, nur fehlen die "bolts". Von der letzten Sicherung weg muss man einfach Klettern. Umso größer ist die Freude und Erleichterung wenn man oben rauskommt, ein letzter mentaler Zug und zum Stand.

 

 

Klettern jenseits der Alpen - einfach genial!

Wir hatten jedenfalls Spaß, eine super Woche mit enspannten und motivierten Kletterpartnern. Für uns ist klar, dass dies nicht die letzte Reise nach England war. Wir werden zurückkehren, und Freunde mitnehmen, um weiterzugeben wie anders Klettern sein kann, jenseits von Alpen und Bergen. Vielen Dank nochmal an den BMC, dass wir mit dabei sein durften.

 

 

Maria Pilarski und Sepp Pfnür

 

 

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