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Eisklettercamp in L’Argentière-la-Bessée

16.02.2015, 15:48 Uhr

 

Busfahrt ins Schlaraffenland

 

Letzte Woche stand unsere zweite Kaderfahrt unter dem Thema „Eisklettern“ in L'Argentière la Bessée auf dem Programm. Von Verletzungen und akuten Fernwehausbrüchen verschont, standen die Zeichen gut, dass diesmal die komplette Mannschaft die Anreise antreten würde. Einzig die Temperaturen in der Dauphiné machten uns Sorgen, doch auch diese wurden durch einen Temperaturabfall einige Tage vor der Abfahrt vertrieben.

 

eis vroni
Vroni in Aktion; Foto: Dörte Pietron
Die ziemlich lange Packliste von Eisgeräten und Steigeisen über Sportklettersachen bis zu Ski und LVS-Ausrüstung führte dazu, dass der gemietete 9-Sitzer Bus auch mit 7 Personen bis auf das letzte Eck vollgestopft war.
Vor Ort trafen wir dann auf Elodie, eine Bergführer-Anwärterin aus der Schweiz, die uns die Woche als zweite Betreuerin begleiten sollte.
Schon die Fahrten durch die Täler zeigten das Potential der Gegend. In diesem Land fließt Eis und Wasser in seinen schönsten Formen! Säulen, Zapfen, Vorhänge,... wir konnten es gar nicht erwarten endlich loszulegen.

 


Nach einer kurzen Einführung sollten wir dann auch schon Eiskontakt haben. Im Verlauf der Woche wurden die Ziele größer und die Eisfälle steiler. Kein Stück Eis war vor uns sicher, ob eingepickelt oder nicht. Spitzenmäßiger Teamgeist und gegenseitiges Bestärken spornte sowohl die erfahrenen als auch unerfahreneren Eiskletterinnen unter uns an, so konnten die Touren

 

  • eis schatten
    Shadow on the wall; Foto: Dörte Pietron
    Les formes du chaos, III 4, 300m
  • Sombre héros, II 4 4+, 100m
  • Prends moi sec 20m II / M7+, AF
  • Solomice 20m II / M6+
  • Cascade des Viollins, III 6-, 150m
  • Directe de l'arc de cercle, III 5, 200m
  • Dancing fall, II 5+, 100m
  • Hiroshima, III 5, 150m
  • Impatience, III 5, 150m 


 

erfolgreich begangen werden. „Davidoff“, II 4+ 5, 200m und „Au-delà des ombres“, IV 5, 550m wehrten sich mit Unmengen an Schnee gegen eine erfolgreiche Besteigung. Jedoch konnte unsere gute Laune auch durch solche Rückschläge nicht getrübt werden. 
Jeder der schon einmal Eisklettern war, wird zustimmen, dass sich diese Form der Fortbewegung in der Vertikalen vom „normalen“ Klettern unterscheidet. Man hat eigentlich immer den gleichen Griff in der Hand und schlägt, was beim Felsklettern verpönt ist, seine Griffe dort wo man sie braucht. Der Techniktag trug wesentlich dazu bei, die unterschiedlichen Fortbewegungsarten auszuprobieren, den Eisgeräten mehr zu vertrauen und die Schlagtechnik zu optimieren.

 

Eis Doerte gruppe
Die machen das - eiskalt! Foto: Dörte Pietron
Neben Technik wurde aber auch das Thema Sicherheit großgeschrieben. Sowohl beim Höherkommen durch einen Flaschenzug als auch beim Abseilen mit Verletzten kamen wir trotz winterlichen Bedingungen ins Schwitzen. 
Das Gefühl sich im Schlaraffenland zu befinden wurden durch Besuche in diversen Boulangerien und durch grandiose Abendessen in der Herberge bestärkt. Die Betreiberin Benedicte versorgte uns neben den Mahlzeiten freundlicherweise auch mit Infos zur derzeitigen Eissituation. 
Ein großer Dank geht letztendlich an unsere Betreuerinnen Dörte und Elodie. Die Woche war einfach genial!

 

Vroni Krieger

 

 

 

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