logo-dav-116x55px

Xari Mayr durchsteigt ebenfalls Eiger Nordwand

29.04.2014, 13:04 Uhr

 

Wie Tobias Karpinski und Michi Dürr im März begaben sich Xari Mayr und Benedikt Saller kurz vor Ostern nach Grindelwand, um auf dem Weg der Erstbegeher die Eiger Nordwand (3970 m), "Heckmair" (1800 m, ED, V, A0, 70°) zu durchsteigen.

 

xari eiger2Xari berichtet:

 

Am Dienstag auf der Heimfahrt vom gemeinsamen Lawinencamp mit den Kaderjungs machten Benedikt Saller und ich aus, dass es noch am selben Tag Richtung Eiger gehen sollte, da dort die Verhältnisse zu diesem Zeitpunkt recht gut waren und für Freitag schon wieder schlechtes Wetter angesagt war. Also ging es abends nach Grindelwald. Am Mittwoch fuhren wir in der Früh mit der Bahn zur Station Eigergletscher.

 

Es war nicht allzu warm, so dass man in der harten Spur gut über den Vorbau kam. Nach ca. zwei Stunden liefen wir am ,,schweren Riss´´ auf die erste Seilschaft auf, die sich diesen gerade hochwurschtelte. Nachdem wir hier eine zeitlang gewartet hatten, überholten wir diese und gingen bis zum Ende des ,,Hinterstoiser-Quergangs" am laufenden Seil.

 

xari eiger3Am späten Nachmittag gelangten wir ans ,,Todesbiwak", wo bereits ein Filmteam saß. Da das nächste (,,Spanierbiwak") Biwak auch schon besetzt war, blieben wir hier und genossen die Sonne, die in die Wand schien. Dem Filmteam wurde das Biwakzeug inklusive Proviant eingeflogen und so versorgten sie uns großzügig mit Schoko-Hasen, Bier… Danke nochmal!

 

Nach einer etwas engen Nacht ging’s bei Sonnenaufgang weiter, jedoch staute sich die ganze ,,Gaudi" an der Rampe schon wieder und bald darauf kletterten bis zu drei Seilschaften nebeneinander. Am ,,Rampeneisfeld" hatte sich dann das ,,Gewusel" endlich etwas entzerrt und wir konnten die für uns schönsten Kletterstellen am ,,Brüchigen Riss" genießen.

 

Kurz nach vier Uhr erreichten wir endlich den Gipfel. Über die Westflanke, ging’s dann wieder ins Tal, und zuletzt über nicht enden wollende, steile Teerstraßen zurück nach Grindelwald.

 

Xari Mayr

 

 

 

Im März berichtete Tobias:

 

Tobi In der Rampe Photo Michi
Tobi In der Rampe; © Michi Dürr
Am Mittwoch erfuhren Michi Dürr und ich von den aktuell guten Verhältnissen der Eiger Nordwand. Nach kurzer Überlegung war der Plan klar. Wir würden am Donnerstag Abend nach Grindelwald fahren, Freitag Früh mit der Bahn zur Station Eigergletscher hochfahren, mit Biwakausrüstung in die Wand einsteigen und versuchen soweit wie möglich zu kommen. Gesagt getan. Wir stiegen in die imposante Wand ein und fanden dort Spuren anderer Seilschaften vor. Dies machte uns den Aufstieg leicht, wir mussten keinen Weg suchen und kamen schnell voran. In der Spinne überholten wir eine andere Seilschaft und bei Einbruch der Dunkelheit waren wir am Corti Biwak angekommen. Wir überlegten ob wir nun den schmalen Biwakplatz, den wir sicherlich mit der zweiten Seilschaft teilen müssten, nutzen sollten oder doch noch in der Dunkelheit mit Stirnlampen durch die Ausstiegsrisse zum Gipfel klettern. Wir entschieden uns für Zweites. Ein paar Stunden später standen wir dann erschöpft aber glücklich nach insgesamt 15 Stunden am Gipfel des Eiger.

 

Tobi Karpinski

 

 

 

Sponsorenleiste Nur Exped