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Winterspecial: Erstbegehung am Geierfall

17.03.2015, 11:47 Uhr

 

Mein erster Blick fiel schon letztes Jahr auf den Zapfen, als wir eine Tour weiter oben im Teufelstal/Ammergauer Alpen kletterten. Als ich heuer zum ersten Mal an den Geierfällen beim Eisklettern war, rückte der markante Zapfen im Zustieg erneut in meinen Fokus. Er war dieses Jahr um einiges größer als im letzten Jahr.

 

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Einige Meter sind im Fels zu überwinden. Foto: Andi Hammerstingl
Ich bin dann im Abstieg meiner Tagestour schnell noch unter dem Zapfen vorbeigegangen und hab eine "kletterbare"  Linie entdeckt. So ging es dann ein paar Tage später nochmals ins Ammertal, aber diesmal mit Bohrmaschine, sämtlicher Technoausrüstung und warmen Jacken.

 

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Zapfenstreich gelungen. Foto: Andi Hammerstingl

 

Unser Plan war folgender: einen halben Tag an den Geierfällen eisklettern und am Nachmittag so lange bohren, bis uns die "zapfige" Kälte frieren lässt. Nach vier Bohrhaken war an diesem Tag Schluss.  Drei Tage später haben wir dann den Rest eingebohrt. Ich stieg ein bisschen angespannt ein, in der Hoffnung, dass der gigantische Zapfen mein Gewicht noch hält. Die ersten 20 Meter liegen im Fels und sind frei ganz schön "zapfig" zu klettern. Als ich am letzten Bohrhaken angekommen war, schlug ich vorsichtig meine Pickel ins "zapfige" Eis und verlagerte langsam mein Gewicht auf den Zapfen, er hielt! Die Kletterei im Eis war einfacher als gedacht, und so machte es richtig Spaß die letzten 20 Meter zu klettern.

 

Oben angekommen schnell einen guten Platz für den Stand gesucht, die Bohrmaschine nachgezogen und damit war's schon auch vollbracht. Fazit: 3x zapfig! Somit war der Name für die Tour schnell gefunden.   

 

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Routenübersicht
Mein Bewertungsvorschlag: M5+/A1/WI5  

 

40m Material: Keile und kleinere Cams für die technischen Meter zwischen den Bohrhaken.   

 

 

Andi Hammerstingl