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Michi Wohlleben und Joachim Feger gelingt der „Optimist“

05.03.2015, 09:35 Uhr

wohlleben schneeferner1 Routennamen spiegeln immer Emotionen und Eindrücke von Bergsteigern und Kletterern wider. Dieser scheint in diesem Fall Programm gewesen zu sein. Die markante 1300m hohe Linie „Optimist“ hatte Michi Wohlleben schon lange im Kopf. „Eine Route in diesem Stil erstzubegehen, war schon immer ein kleiner Traum von mir“, so Michi Wohlleben.

 

wohlleben schneeferner3 Gemeinsam mit Joachim Feger machte sich Wohlleben am 19. Februar auf den Weg ins Wettersteingebirge. Hüfttiefer Schnee und ein weitläufiger Latschengürtel machten den Zustieg zu einer kräftezehrenden Unternehmung.

 

wohlleben schneeferner2 Bis 22.30 Uhr suchten die beiden Bergsteiger nach einem geeigneten Biwakplatz, bis sie auf halber Wandhöhe fündig wurden. Am Morgen starteten Wohlleben und Feger gegen 5.00 Uhr, erreichten am Mittag die große Schulter der Wand, wo sie auf flacheres Gelände stießen.

 

Am Ende der Schulter stießen die beiden auf die Route „Zwischen den Toren“, die in den Sommern 2005/2006 erstmals von Karlheinz Grübler und Peter Spielmann durchstiegen wurde. Wohlleben und Feger folgten ihr vier Seillängen und stiegen danach aus der Wand aus. Nach nur wenigen Metern erreichten Wohlleben und Feger den Gipfel des Schneefernerkopfes.

 

Optimist topo wohlleben Wohlleben bewertet die Route mit einer M6: „Das ist nicht super schwer“, gesteht Wohlleben, aber er freut sich über die erfolgreiche Winterbegehung im Alpinstil, die der Seilschaft gleich im ersten Versuch gelang.