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Expedkader Frauen auf dem Weg nach Indien

22.08.2019, 14:01 Uhr

Das Abenteuer begann jedoch schon vor dem Abflug.

Eigentlich war alles ganz anders geplant: Akribisch hatten sich die Nachwuchwuchsalpinistinnen auf ihre Expedition in die indische Kashmir-Region vorbereitet. Gipfelziele wurden ausgemacht, Fotos und Satellitenbilder studiert und natürlich alles organisiert, was man für eine Expedition eben so braucht. Dabei wurde auch sorgfältig darauf geachtet, dass für alle ein passender Berg dabei ist. Lange Firngrate, oder doch eine steile, sonnige Granitwand? Alles da. Doch dann, nicht einmal zwei Wochen vor Abflug kam die Nachricht: Aufgrund Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und Pakistan wird die Region gesperrt, es gibt kein Permit aufgrund der Kriegsgefahr. Gegen Granaten helfen auch die besten Bergsteigerhelme nichts. 

 

Ein Alternativziel muss her

Also musste kurzerhand umgeplant werden. Gar nicht so einfach, denn der Expedkader war zur individuellen Vorbereitung über den gesamten Alpenraum verstreut. In stressigen Telefonkonferenzen und mit dem WLAN von Cafés und Tankstellen machten die jungen Frauen ein Alternativziel aus: Den indischen Bundesstaat Himachal Pradesh, genauer gesagt die Region um die Berge Ali Ratni Tibba und die Manikaran Spires. Auch hier soll wohl eine gewisse Varianz geboten sein, was die alpinistischen Disziplinen angeht, von Fels bis Eis. Doch die sehr kurze Vorbereitungszeit ließ die Gruppe nun mit einer großen Ungewissheit ins Unbekannte starten. Wir dürfen gespannt sein, welche Abenteuer sie erwarten.

 

Davon berichten werden sie jedenfalls am 6. Dezember im Alpinen Museum in München. Der Eintritt ist frei, ein unterhaltsamer Abend garantiert und jede und jeder herzlich eingeladen!