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Hermann Böttcher

Name

Hermann Böttcher

 

Geburtstag

01.06.1995

 

Wohnort

München

 

Studienrichtung

M. Sc. Physik

 

Engagement im DAV? (Jugendleiter o.ä.)

Bis vor Kurzem habe ich die Jungmannschaft des DAV Konstanz mitbetreut. Jetzt möchte ich mich ganz auf den Exped Kader konzentrieren.

 

 

Was hast du bisher gemacht? Was sind deine Highlighttouren oder Sportkettereien?
 

Fels und Kombiniert:

Peuteurey Integral, Traversée des Droites in Chamonix, La Meije in der Dauphiné: Arête Promotoire et traversée des arêtes

 

Sportklettern:

Cliff am Hirn am Rabenfels im Bäratal, Deli Kasap in Kaynaklar (Türkei), Dharma in Sarikaya (Türkei)

 

Mehrseillängen:

Zanzare am Colodri in Arco, Supertramp an der Bockmattli Nordwand, Kundalini und Luna Nascente im Val di Mello

 

Eis:

Die Eishöhle vom Sichtungsamp…. Vorher nicht viel, das möchte ich im kommenden Winter nachholen.

 

 

Hermann über sich und die Welt

Was sagen Deine Familie/Partner/Freunde zu Deinem Bergsport? Gibt es Kritik oder Bedenken?

Von meiner Freundin erfahre ich sehr viel Unterstützung (und manchmal ein bisschen Sorge). Meine Eltern wissen gar nicht so genau, was ich da eigentlich mache, unterstützen mich aber wo sie können.

 

Welche Hobbys / Interessen hast Du abseits der Berge?

Ich koche und esse gerne gut und viel. Neben dem Klettern in den Bergen macht mir aber auch das Klettern am Plastik wahnsinnig Laune.

 

Wie finanzierst Du Dich?

Ich nehme immer wieder alle möglichen Jobs an. Vom Nachhilfekurs und Kellnern über das Industrieklettern und Schrauben in Kletter- und Boulderhallen bis hin zum Verkauf von Pins und Medaillen, finde ich immer mal wieder eine Beschäftigung.

 

Was magst Du an Menschen? Was regt Dich auf?

Ich mag Begeisterungsfähigkeit, Motivation und den Mut zu träumen und diesen Träumen dann auch nachzugehen. Außerdem mag ich Menschen, die ihre Meinung gerade heraus sagen.

Die Suche nach seichten Ausreden, um mangelnde Motivation zu begründen regt mich auf. Vor Allem nervt mich, dass ich selbst diese Dinge nicht immer zu meiner Zufriedenheit umsetzen kann.

 

Was braucht es für einen guten Tag am Berg?

Seilpartner mit denen ich auf der menschlichen Ebene Spaß habe. Wenn das Zwischenmenschliche nicht passt, dann bringt alles Drumherum auch nicht mehr viel. Am Berg hilft eine gute Portion Humor immer, um auch unangenehme Situationen erträglicher zu machen.

Gutes Wetter und geile Touren sind natürlich auch nicht verkehrt.

 

Was kannst Du am Berg überhaupt nicht vertragen?

Egoismus und überlaufene Routen.
 

Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?

Stärken: Begeisterungsfähigkeit, Motivation und Biss.

Schwächen: Immer mal wieder mein Kopf, wenn ich von Haken wegklettern soll… Da brauche ich oft viel zu lange, bis ich dann in schwitzigen Schuhen den Zug mache, den ich schon vor einigen Minuten trockenen Fußes hätte machen können.

 

Hast du aktuell bergsportliche Pläne, über die du reden magst? Hast du besondere Ziele?

Unter anderem den Walker Pfeiler und den Freney Pfeiler

 

Wie hast Du mit dem Bergsport angefangen?

Während meines Auslandsaufenthalts in Squamish, Kanada. Der Vater meines besten Schulfreunds war Bergsteiger und hatte einen riesen Hallbag mit Material, das wir nachmittags in den Rissen um Squamish herum versenkten.

 

Wie hast du dein jetziges Niveau erreicht, das dich in den Expedkader gebracht hat?

Gute Frage…

 

Woher kommt Deine Motivation? (Was treibt Dich die Berge hinauf?)

Das kann ich nicht wirklich beantworten. Wenn ich unten stehe und zu den Bergen aufschaue, dann kommt einfach das Verlangen auf hoch zu steigen.

 

 

Was ist dein witzigstes, spannendstes oder denkwürdigste Erlebnis in den Bergen?

Beim Peuteurey Integral sind wir am Gipfeltag eigentlich dauerhaft in den Wolken geklettert. Nach dem Uberklettern der Gipfelwechte stand ich plötzlich in der prallen Sonne und habe meine Kollegen nachgesichert. In der Wolkensuppe hatte ich vorher keine Brille auf und die wenigen Minuten oben reichten schon, dass ich danach für ca. 15 Minuten schneeblind war. Ich war schon in der Seilmitte eingebunden zwischen meinen Seilpartnern mit einem Buff vor den Augen Richtung Gipfel unterwegs, als ich langsam wieder etwas sehen konnte. Das war schon ein komisches Gefühl…

 

Hast Du Vorbilder?

Puh eigentlich nicht. Ich bewundere viele für ihre Leistungen. Als meine Vorbilder sehe mich sie trotzdem nicht.