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Rosa Windelband

Name

Rosa Windelband

 

Geburtstag

04.07.1994

 

Wohnort

Dresden

 

Beruf/Schule/Studienrichtung

Studium Holztechnik und Faserwerkstofftechnik

 

Engagement im DAV? (Jugendleiter o.ä.)

Ich trainiere seit einigen Jahren eine Kinder-Wettkampfgruppe. 2017 habe ich meinen Trainer C Leistungssport gemacht. Außerdem habe ich mich für den Aufbau eines Felskaders in Sachsen eingesetzt und trainiere diesen auch.

 

 

Bisherige Erfolge

Was hast du bisher gemacht? Was sind deine Highlighttouren oder Sportklettereien?

Eisklettern

Die Highlights kommen noch ;-)

 

Alpinklettern

Große Zinne, Iso 2000 (VIII+, 550m); Kleine Zinne, Perlen vor die Säue (IX-, 290m); Pfaffenhut, Patent Ochsner (VIII, 430m); El Cap, East Butress (5.10b), Freeblast (5.11b, nur Nachstieg); Tofana di Rozes, Pilastro (VII+/VIII-, 600m)

 

Hochtouren/Grate/Kombiniertes Gelände

Überschreitung Weissmies; Wettersteingrat

 

Sportklettern

Sargantana Killer (8a/+), Margalef; Freeman (8a), Margalef; Memorias de una sepia (8a), Siurana; Bestseller (Sächs. Xa), Labak/Dolni Zleb

Neben einzelnen Touren, die besonders schön, schwer oder spannend waren, gibt es ganz unabhängig von irgendwelchen Schwierigkeitsgraden viele andere Routen, die als Highlight im Gedächtnis bleiben. Für mich zählen da auch viele Erlebnisse im heimischen Elbsandsteingebirge dazu. Egal ob man auf leichten, moderaten oder schweren, klassischen oder modernen Wegen auf die Sandsteintürme klettert, oft bleiben die Klettertage in Erinnerung.

 

Reisen:

Schon als Kind war ich mit auf vielen Reisen in die verschiedensten europäischen Klettergebiete. Nach der Schule habe ich mir ein „Kletterjahr“ genommen und war z.B. 3 Monate in den USA unterwegs, danach u.a. in Marokko und Osteuropa. Da die Semesterferien für all die Kletterpläne lange nicht ausreichen, bin ich auch mal ein ganzes Semester zum Klettern durch Europa gereist. Doch je mehr man unterwegs ist desto mehr Projekte und Ideen kommen einem in den Sinn… also es gibt viel zu tun, ich freu mich auf alle weiteren Reisen!

 

Rosa über sich und die Welt

 

Was sagen Deine Familie/Partner/Freunde zu Deinem Bergsport? Gibt es Kritik oder Bedenken?

Meine Eltern und Schwestern sind selbst sehr viel beim Klettern und in den Bergen unterwegs, deswegen können sie meine Leidenschaft zum Glück gut verstehen. Ich glaub ein bisschen Sorgen machen sie sich trotzdem immer. Mit meinem Freund habe ich die meisten Abenteuer zusammen erlebt, er unterstützt mich da. Und die meisten meiner Freunde kennen mich nicht anders. Trotzdem wird das Risikothema immer wieder angesprochen, aber das ist ja auch gut so.

 

Welche Interessen hast Du abseits der Berge?

Ich hab Spaß an allen möglichen Outdooraktivitäten, sei es Snowboarden, Skitouren, Slacklinen, Radfahren…Hauptsache draußen sein. Und neben dem ganzen Sport, macht´s mir Spaß Lebensmittel zu retten und ne Tanzparty darf auch immer mal geschmissen werden ;-)

 

Wie finanzierst Du Dich?
Meine Eltern unterstützen mich, ich jobbe nebenbei als Trainerin und allgemein lebe ich lieber sparsam und hab dafür mehr Freizeit.

 

Was magst Du an Menschen? Was regt Dich auf?

Ich finds super wenn Leute sich für etwas begeistern können. Und wenn sie ihre Leidenschaft ausleben (egal was es ist). Und ich mag es, wenn Menschen authentisch sind und immer ein Lächeln auf den Lippen haben.

Mich nerven Menschen, die grundsätzlich immer erstmal über alles meckern und unzufrieden sind. Und solche die rausposaunen was sie für tolle Hechte sind.

 

Was braucht es für einen guten Tag am Berg?

Sonne, gute Laune in der Seilschaft, coole Touren und Gipfelschokolade!

 

Was kannst Du am Berg überhaupt nicht vertragen?

Schlechtes Gestein und wenn die Route die man machen will schon besetzt ist (man also zu spät aufgestanden ist…)

 

Hast du aktuell bergsportliche Pläne, über die du reden magst? Hast du besondere Ziele?

In allen Bergdisziplinen fitter werden! Ein Ziel ist auch mein Sportkletterniveau weiter zu steigern, um das dann an die großen Wände bringen zu können. Ein paar konkrete Routen hab ich da auch schon im Kopf.

 

Wie hast Du mit dem Bergsport angefangen?

Da ich in einer Kletterfamilie aufgewachsen bin, war ich von klein auf immer mit dabei. Mit 2 Jahren bin ich auf meinen ersten sächsischen Gipfel geklettert. Meine Eltern haben es auf jeden Fall super hingekriegt, mir diese Leidenschaft weiterzugeben. Und dann hatte ich immer eine coole Klettergruppe um mich rum, in der wir einfach Spaß hatten und gemeinsam unterwegs waren.

 

Wie hast du dein aktuelles Niveau erreicht, das dich in den Expedkader gebracht hat?

Jahrelanges Klettern ;-) Ich bin einfach in jeder freien Minute am Fels unterwegs oder zumindest am Trainieren dafür. Und dass mein Heimgebiet das Elbsandsteingebirge ist, hat sicher auch seinen Beitrag geleistet. Da kann man durchaus einige Bergabenteuer erleben und auch einiges für die „großen Berge“ lernen. Da mich die richtig hohen Felswände schon immer begeistert haben, bin ich auch regelmäßig in den Alpen oder anderswo zum Alpinklettern unterwegs.

 

Woher kommt Deine Motivation? (Was treibt Dich die Berge hinauf?)

Ich bin einfach super gerne irgendwo draußen unterwegs, um neue Ecken zu entdecken. In den Bergen zu sein und zu Klettern gibt mir total viel, da fühl ich mich wohl. Es macht mir riesigen Spaß in großen Wänden abzuhängen und mich auf irgendwelche Gipfel, die ich mir in den Kopf gesetzt habe, hochzuarbeiten. Ich glaub durch das Klettern an den Sandsteintürmen in Sachsen hat sich mein Faible für markante Gipfel und tolle Linien entwickelt. Sobald ich irgendwo Felsnadeln oder spektakuläre Berge sehe, will ich unbedingt hoch! Und dabei hat es für mich einen großen Reiz immer weiter zu gehen und noch mehr dazu zu lernen, um größere Touren wagen zu können. Es ist einfach ein gutes Gefühl an seinem persönlichen Limit zu kämpfen und die Grenzen weiter zu verschieben. Was gibt’s besseres als nach einem langen Tag in den Bergen völlig erschöpft vorm Zelt, vorm Bus, in ner Hütte oder im besten Fall am Lagerfeuer zu sitzen. Außerdem fetzt das ganze Drumherum. Der einfache Lifestyle, die Leute die man immer zufällig überall wiedertrifft und einfach die Freiheit, die man spürt, wenn man irgendwo unterm Sternenhimmel schläft. Mit dem Wissen wie wenig man doch braucht, um glücklich und zufrieden zu sein.

 

Was ist dein witzigstes, spannendstes oder denkwürdigstes Erlebnis in den Bergen?

Wir hatten mal einen spannenden Tag an der Marmolada. Wir wollten an einem Tag durch die Südwand klettern, das hat auch alles halbwegs nach Plan funktioniert, aber trotzdem waren wir erst im letzten Licht oben und dachten wir laufen dann gemütlich den Gletscher runter. Das war natürlich etwas optimistisch gedacht und ohne Steigeisen und im Dunkeln ging da nix mehr. Am Ende haben wir dann nach langem Hin- und Hersuchen unvorbereitet mitten auf dem Gletscher biwakiert. Das war zwar ne ziemlich kalte Nacht aber dafür wurden wir mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang belohnt. Gelernt haben wir dabei auf jeden Fall auch etwas ;-)

 

Hast Du Vorbilder?

Mich inspirieren verschiedenste Leute! Das sind gar nicht mal immer nur Bergsportler, auch fernab der Berge findet man so inspirierende und motivierende Menschen, die ihren Traum leben oder sich voller Euphorie für etwas einsetzen. Ich lasse mich gern von der Begeisterung anderer mitziehen und übertrage diese dann auf meine eigenen Projekte.

 

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