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Lea Luithle

Name

Lea Luithle

 

Geburtstag

12.02.1999

 

Wohnort

Bø i Telemark in Norwegen

 

Beruf/Schule/Studienrichtung

Studium „Friluftsliv, Kultur og Naturveiledning“ an der University of South-Eastern Norway. Mein bester Übersetzungsversuch: Outdoor, Kultur und Natur Guiding

 

Engagement im DAV? (Jugendleiter o.ä.)

Trainerin für Kurse und Kindergeburtstage

 

Was hast du bisher gemacht? Was sind deine Highlighttouren oder Sportklettereien?

Eisklettern

Noch nichts wirklich Erwähnenswertes. Letzte Saison habe ich ein paar leichte Touren am Gaustatoppfossen in Rjukan hier in Norwegen gemacht. Daumen sind gedrückt für gutes Eis kommende Saison!

 

Alpinklettern

Mal de Ojo, El Chorro 7a 12 SL, 300m; Bayrischer Traum, Schüsselkarspitze 8-

Außerdem ein paar leichte Trad Touren in Norwegen (Hægefjell 400m keine Bohrhaken)

 

Hochtouren/Grate/Kombiniertes Gelände

Store Smørstabbtinden über den Storbrean-Gletscher (Norwegen, Jotunheimen)
Store Ringstind (Norwegen, Hurrungane); Meine Lieblingsrumkraxelgletscher in Norwegen: Tuftebreen, Fåbergstølsbre, Nigardsbreen (nur in Nebensaison), Bondhusbre, Øvre Buarbre.; Grat: Dyrhaugsryggen (Norwegen, Hurrungane); Mixed: Schall und Rauch/Rumpelstilzchen, M6 (Tirol, Sellrain)

 

Sportklettern

Bossi Woman, 7a+ onsight (Zillertal); Santana, 7a+ onsight (Zillertal); Tøy Røy 7b (Bø, Norwegen); Superrisset 7a Trad Flash (Bø, Norwegen)

 

Reisen

In der letzten Zeit war ich hauptsächlich in Norwegen unterwegs, u.a. in Nissedal, Hardangervidda, Jostedalen, Jotunheimen und Folgefonna. Jedes Semester komm ich insgesamt auf ca. 30-40 Draußen-Schlaf-Nächte.

Längere Reisen in der Gegend kommen hoffentlich noch;)

 

Lea über sich und die Welt

 

Was sagen Deine Familie/Partner/Freunde zu Deinem Bergsport? Gibt es Kritik oder Bedenken?

Ich bin die Einzige in meiner Familie, die klettert. Meine Eltern unterstützen mich trotzdem voll und stehen hinter mir. Solange es mir Freude macht und ich mit leuchtenden Augen nach Hause komme, passt alles. Sich manchmal Sorgen zu machen, gehört glaub ich zu jedem Elterndasein dazu. Egal, ob man selbst klettert oder nicht.

Das coolste ist natürlich, Freunde zu haben, die die Begeisterung fürs Klettern teilen. Und mit ihnen die Erfahrungen zu teilen. Das schweißt zusammen.

 

Welche Interessen hast Du abseits der Berge?

Wenn das Wetter schlecht ist, die Fingerhaut durch, aber trotzdem noch Restenergie da ist, gehe ich joggen oder mache was Handwerkliches. Ansonsten lese ich gerne, lad mich bei Freunden zum Essen ein, stricke, grabe Karotten aus oder organisiere Aktionen für die Klettergruppe. Mir wird eigentlich nie langweilig.

 

 

 

Wie finanzierst Du Dich?
Hauptsächlich bekomme ich Unterstützung von meinen Eltern. Ab und zu jobbe ich auch. Da hatte ich schon verschiedene Nebenjobs. Aber lieber lebe ich einfach, hab nicht so viel Geld und dafür mehr Zeit.

 

Was magst Du an Menschen? Was regt Dich auf?

Unkompliziertheit. Motiviert zu sein oder sich motivieren zu lassen! Aber dass es auch ok ist, einen schlechten Tag zu haben. Ehrlichkeit, dass man über alles reden kann. Sich nicht beweisen zu müssen. Respekt, unabdingbare Akzeptanz, Vertrauen. Das Gefühl, Teil von einem richtig guten Team zu sein, das über die eigene Person hinausgeht.

Verbohrtheit, Mangelnde Fantasie, Schwierigkeitsgradfetischisten.

 

Was braucht es für einen guten Tag am Berg?

Ein gutes Team, ein gemeinsames Ziel, eine Herausforderung, einen Unbekannt-Faktor.

 

Was kannst Du am Berg überhaupt nicht vertragen?

Nicht funktionierende Kommunikation und der fehlende Wille sich anzustrengen, damit es funktioniert. Und Ineffizienz. Ich mag wenn's voran geht.

 

Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?

Wenn ich mir was in den Kopf setze, zieh ich das meistens auch durch. Deswegen mag ich auch gerne längere Touren mit Ausdauerkomponente.

Voll oft bin ich viel zu zeitoptimistisch. Da muss ich noch besser werden, Prioritäten zu setzen.

 

Hast du aktuell bergsportliche Pläne, über die du reden magst? Hast du besondere Ziele?

Spaß zu haben mit den Mädels (und jedem anderen). Sicher in jedem Gelände unterwegs zu sein und dafür in allen Bereichen noch fitter zu werden. Eine Basis zu schaffen, auf deren Grundlage man in allen Situationen gute Entscheidungen treffen kann.

 

Wie hast Du mit dem Bergsport angefangen?

Mit der Familie waren wir früher immer auf Wander-Urlauben und manchmal am Wochenende beim Toprope Klettern. Da war ich schon früh angefixt, aber selbst angefangen zu klettern hab ich mit erst mit 16 nachdem meine ruhmreiche Dorf-Fußballkarriere beendet war. Im Cityrock in Stuttgart habe ich motivierte Leute in einer Jugend-Klettergruppe von der Evangelischen Jugend gefunden. Einmal die Woche bin ich insgesamt drei Stunden mit Öffis hin und zurück gependelt um zwei Stunden zu klettern. Das war das für mich das Allergrößte. Später war ich am Wochenende immer wieder auf der Waldau (Stuttgart) oder in den Hessigheimer Felsengärten. Mit der Eröffnung vom Griffwerk (Ludwigsburg) fing ich an, dort als Trainerin zu arbeiten und fand viele liebe Menschen, Trainingspartner:innen und Freunde.
Es geht also auch wenn man niemanden kennt, der einen wo mitnimmt!

 

Wie hast du dein aktuelles Niveau erreicht, das dich in den Expedkader gebracht hat?

Einfach viel machen! Viel an unterschiedlichen Felsen klettern mit unterschiedlichen Leuten. Mutige Entscheidungen treffen, anstatt immer den bequemen Weg zu gehen. Keine Angst haben. Ziele setzen. Aber das wichtigste ist, ein Umfeld zu haben, das motiviert!

 

 

Woher kommt Deine Motivation? (Was treibt Dich die Berge hinauf?)

Ich mag die Aussicht, mein Herz klopfen zu spüren, mit Menschen besondere Zeit zu verbringen, die nicht selbstverständlich ist. Die passenden Herausforderungen zu finden, um Neues zu lernen und zu sehen und mich besser kennen zu lernen. Klettern macht mich einfach glücklich.

 

Was ist dein witzigstes, spannendstes oder denkwürdigstes Erlebnis in den Bergen?

Sauschwierig da eins rauszupicken. In Norwegen haben wir einmal in einer Höhle biwakiert und es hat mitten in der Nacht angefangen horizontal zu schneien. Das hat uns total überrascht, denn der Wetterbericht hatte anderes Wetter angekündigt. Das war im August und der erste Tag von einer zehntägigen Tour, davon fünf in den Bergen. Alles war nass. Am nächsten Tag war der Schnee knietief und der Wind und noch mehr Schnee blies uns direkt ins Gesicht. Zu guter Letzt bin ich dann noch bei einer Flussüberquerung mitsamt schwerem Rucksack in den Fluss gefallen. Trotz der schlechten Sicht haben wir es zu einer Schutzhütte vom DNT (norwegischer DAV) geschafft und konnten da alle unsere Sachen trocken für die nächsten Tage.

 

Hast Du Vorbilder?

Im Alltag inspirieren mich viele Menschen. Meine Mitbewohner, Seilpartner, Lehrer, meine Eltern, Freunde, Leute die ich beim Bäcker treffe, sicher auch ein paar Profi-Kletter/innen. Man kann eigentlich von jedem etwas lernen. Doch am Ende sind wir einmalige Individuen und das ist auch gut so.

 

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