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Amelie Kühne

Name:

Amelie Kühne

 

Geburtstag:

14.01.2002

 

Wohnort:

Untereisesheim

 

Beruf/ Schule/ Studienrichtung:

Bis zu meinem Studienbeginn überbrücke ich die Zeit mit Jobben, Bergsteigen und Klettern.

 

 

Bisher gemacht:

Eisklettern:

Mit 15 Jahren in Chamonix den Triangle du Tacul: Chèré Couloir (D WI4 85°) und die Tour Ronde North Face (D 50° & 60° 350m 3792m). Ist alles noch ausbaufähig, die neuen Eisgeräte sind aber schon bestellt, jetzt fehlt nur noch das Eis...:)

 

Alpinklettern:

Mit 16 Jahren bin ich an der Großen Zinne (Dolomiten) die „Hasse-Brandler“ (8+), wie auch die „Pilastro“ an der Tofana Di Rozes (21 Seillängen) im Überschlag mit meinem großen Bruder geklettert. Dieses Jahr konnte ich an der kleinen Zinne die „Perlen vor die Säue“ (9- E2), die „Comici“ mit meinem kleinen Bruder (großen Zinne) und viele weitere mega coole Klassiker und Touren klettern.

 

Hochtouren:

Mit 14 Jahren war ich mit meinem Vater und Bruder auf dem Dent du Géant (AD 5c normal route  4013m), ein Jahr später habe ich mit meiner Familie den Dome de Neige des Ecrins (4010m) (Dauphiné) gemacht und im selben Jahr war ich mit Skiern auf dem Mont Blanc (4810m).

 

Sportklettern:

Vor 2 Jahren konnte ich an der Soul Kitchen im Frankenjura den Steppenwolf (8a+) klettern. Des Weiteren sind mir noch viele weitere wunderschöne 8a-Routen in den Dolomiten, auf der Schwäbischen Alp oder im Frankenjura gelungen.  Die letzten Jahre lief es im Wettkampfklettern auch ganz gut. Aufgrund meiner Platzierungen wurde ich 2018 ins Deutsche Nationalteam Sportklettern aufgenommen.

 

Reisen:

Soon to come;)...

 

Amelie über sich und die Welt

Was sagen Deine Familie/ Freunde zu Deinem Bergsport? Gibt es Kritik?

Solange ich Freude habe, an dem was ich mache, unterstützen mich meine Familie und Freunde, dort

wo sie können, fiebern mit und freuen sich, wenn ich wohlbehalten und mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder aus den Bergen zurückkomme. Beschwerden gibt es nur, wenn ich mich (mal wieder) über einen längeren Zeitraum nicht melde. Dazu kommen natürlich auch die mit den Risiken des Bergsports verbundene Sorgen, aber das ist ja alles nur gut gemeint:).  Kritik gab es auf jeden Fall noch nie.

 

Welche Hobbys/ Interessen hast du abseits der Berge?

Für coole Partys bin ich immer zu haben oder ,wenn’s mal etwas ruhiger zugeht, nähe ich auch gerne oder spiele Geige...

 

Wie finanzierst du dich?

Zurzeit ist meine Familie noch mein Hauptsponsor; seit diesem Monat jobbe ich noch nebenher bei der Post und gebe Nachhilfe.

 

Was magst du an Menschen, was regt dich auf:

Ich mag unkomplizierte Menschen, mit denen man Spaß hat und denen man vertrauen kann. Schade finde ich es, wenn Sportler nur noch den Schwierigkeitsgrad als Maßstab deren Motivation heranziehen und dabei die Schönheit und das Abenteuer der Tour außer Acht lassen.

 

Was braucht es für einen guten Tag am Berg:

Eigentlich nicht viel: Coole Leute, gute Stimmung und ein gemeinsames Zusammensitzen und Plaudern nach der Tour.

 

Was kannst du am Berg überhaupt nicht vertragen:

Unnötigen Stress, schlechte Laune, Engstirnigkeit, Eigensinnigkeit, etc. ... eigentlich ist man ja als

Team unterwegs!

 

Was sind deine Stärken / Schwächen:

Ich bin mega motiviert, das ist auf der einen Seite meine Stärke: dadurch kann ich mich ziemlich gut pushen und oft noch das Letzte aus mir herausholen..., andererseits ist das auch meine Schwäche, da ich somit auch mal über mein Ziel herausschieß, schnell ins Übertraining komme, und nichts mehr geht...aber daran kann man ja noch arbeiten.

 

Aktuelle Bergsportliche Pläne/Ziele:

Jetzt heißt es erstmal mehr Erfahrungen im Mixed- und Eisklettern zu sammeln und dann kann es ja auf zu den großen Touren gehen...Patagonien, Kaukasus, Himalaya wären auf jeden Fall ein großer Traum.

 

Wie hast du mit dem Bergsport angefangen?

Da bin ich durch meine Großeltern und Eltern familiär vorbelastet. Sie haben meine Geschwister und mich von Anfang an mit in die Berge genommen: Skitouren, Alpinklettern, Hochtouren oder einfach mal zum Sportklettern an den Felsen. Von all dem war ich schon damals ziemlich fasziniert...

 

Wie hast du dein aktuelles Niveau erreicht?

Ausschlaggebend war hier auf jeden Fall das perfekte Zusammenspiel von Persönlichkeit und Umfeld: meine Familie, Freunde, meine Heimatsektion Heilbronn und natürlich die ganzen Trainer auf Sektions-, Landes- und nationaler Ebene. Stellvertretend für alle möchte ich mich im Besonderen auch noch bei Joachim Feger, meinem „Alpinmentor“ und Georg Hoffman, meinem Landestrainer bedanken.

 

Woher kommt die Motivation, was treibt dich den Berg hinauf:

Die Faszination einer Idee, eben diesen Berg, diese Route zu bewältigen, mit den eigenen körperlichen und geistigen Möglichkeiten einen Masterplan zu machen, um sich dann auszuprobieren, allein oder im Team, sich auf den Moment zu konzentrieren und genau in diesem Augenblick zu sein, im hier und jetzt, und das alles in einer großartigen Kulisse... - Was will man da mehr...?

 

Was ist dein denkwürdigstes Erlebnis in den Bergen: 

Das war vor zwei Jahren am Monte Popena in den Dolomiten. Ich war damals mit meinen Geschwistern in einer Seilschaft, in der 2. Seillänge unterwegs, als ein Steinschlag meinen kleinen Bruder verletze...das unbeschwerte Leichte war plötzlich dahin, überlegtes Handeln war gefragt: Heli oder Rückzug? Nach der Erstversorgung konnten wir ihn doch noch im Huckepack vom Berg holen und in ein Krankenhaus fahren. Alles im allem sind wir nochmal glimpflich davongekommen, im Nachhinein kommt man da aber schon ganz schön ins Grübeln... Bemerkenswert ist zudem noch eine italienische Seilschaft, die sogar ihre Tour abgebrochen hat, um uns ihre Hilfe anzubieten...das war echt toll!

 

Vorbilder:

Ich habe nicht direkt Vorbilder, vielmehr Menschen und deren Erzählungen, die mich inspirieren, wie die meines Opas, der in den 50er Jahren in alpinen Klassikern unterwegs war, ohne Topo, ohne Wetterbericht, mit einer extrem simplen Ausrüstung.

 

 

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