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Jana Möhrer

Geburtstag: 08.06.93

 

Wohnort: Ulm und Essen

 

Beruf/Schule/Studienrichtung: Medizinstudium

 

Engagement im DAV? (Jugendleiter o.ä.):

Seit 2010 bin ich Jugendleiterin beim JDAV Neu-Ulm und im Sommer 2016 habe ich meinen Trainer C Bergsteigen gemacht.

 

 

Wie schätzt du dein bisheriges Können ein? Was hast du bisher in den Bergen gemacht?

Fels & Bouldern:

Hier will ich definitiv stärker werden, bis jetzt klettere ich 7a, meine schwerste Sportklettertour war 7b.

 

Eisklettern:

Dame nature/super chichin im Valle de Chichin (WI6, 60m)

un beau voyage, Valle de Chicin (WI5, 150m)

I Droc, Langental (WI5+,340m)

Nameless, Pitztal (WI6,120m)

Havanna, Pitztal (WI6, 175m)

 

Fels alpin:

Bienvenu chez Damocles, Cap Canaille (6c, 8SL)

Schwarze Mamba, Hochwiesler (VIII-, 250m)

Alle Neune, Hochwiesler (VIII-, 9SL)

E.Z. Does it, Cochamo (Chile) (5.10d, 400m/10SL)

Via Vertigine, Arco (6a+/A2 30SL/1000m)

Highway der Traeume, Hochwiesler (VIII, 150m/7SL)

 

Eis/Mixed alpin:

Leichentuch, Grand Jourasses, (TD, WI4, 55°, 1200m)

Ruby Tuesday, Rubihorn, (M6, 70° 400Hm/12 SL)

Isidor-Hacker-Gedenkweg, Aggenstein (M5+, 70°, 380 m)

Haffroute, Aggenstein (M5, 270m)

 

Expedition:

In den Jahren 2012 und 2013 bin ich mit meinem damaligen Freund durch Südamerika gereist und habe in Chile, Bolivien und Peru meine ersten Erfahrungen mit dem Höhenbergsteigen gemacht. Wir waren immer im Alpinstil zu zweit unterwegs und haben mit jedem Berg mehr und mehr ein Gefühl dafür bekommen was es heißt auf sich alleine gestellt zu sein. Das war eine unglaublich intensive Zeit und ich freue mich schon auf unsere Abschlussexpedition 2019 - mal schauen wo es uns so hintreibt!

 

Jana über sich und die Welt

Was sagen Deine Eltern/Familie/Partner/Freunde zu Deinem Bergsport? Gibt es Kritik oder Bedenken?

Nachdem ich diese Frage meiner Mama gestellt habe, war die Antwort: „... ich kenn dich nicht anders“.

Meine Familie und Freunde haben mich schon immer unterstützt. Speziell mein langjähriger Freund hat mich schon früh ermutigt mich beim Expedkader zu bewerben. Was ich anfangs nicht zu träumen wagte wurde Stück für Stück zur Realität ;-)

Kurzum: Kritik gibt es keine und wenn Bedenken oder Sorgen aufkommen wird offen darüber gesprochen.

 

Welche Hobbys / Interessen hast Du?

Bergsteigen, was will man mehr?

 

Wie finanzierst Du Dich?

Ich bekomme von meiner Mutter während dem Studium Unterstützung, zusätzlich jobbe ich hin und wieder als Trainerin oder gebe Kletterkurse. Aber lieber lebe ich ein bisschen sparsamer und hab dafür mehr freie Tage zum Klettern.

 

Was magst Du an Menschen? Was regt Dich auf?

Die Auseinandersetzung mit anderen Ansichten, Überzeugungen und Gedanken finde ich sehr spannend und gibt mir die Möglichkeit, mich selbst besser kennen und verstehen zu lernen.

Also find ich es gut, wenn Menschen sich nicht verstellen, so sind wie sie sind mit allen Ecken und Kanten- das macht sie doch so interessant!

 

Was braucht es für einen guten Tag am Berg?

Nicht viel, vor allem gute Laune :-)

Ob man dann in schönen Granitrissen, im Eis oder in einer kalten Nordwand mit perfektem Styroporfirn klettert ist dann erstmal nebensächlich - es kommt auf die Stimmung an, das geteilte Erlebnis!

Es ist aber auch sehr erfüllendes Gefühl wenn man alles gegeben hat, eine Tour gerade so am Limit geschafft hat und dann zwar vollkommen erledigt aber gleichzeitig auch überglücklich wieder im Tal ankommt.

 

Was kannst Du am Berg überhaupt nicht vertragen?

Milchpulver:-)

Im ernst, ich finde es sehr wichtig als Team in den Touren gut zu funktionieren. Wenn es also jemand nur darum geht sein Ego-Ding durchzuboxen, bin ich dann vielleicht nicht die richtige Tourenpartnerin.

 

Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?

Da ich seit Kindesalter in den Alpen unterwegs bin und das Glück hatte schon früh auf tolle Bergtouren mitgenommen zu werden, konnte ich viele Erfahrungen und Sicherheit sammeln. Ich bin glaube ich gut und sicher im Gelände unterwegs, was ich einschätzen kann und ich mir die Schwierigkeit zutraue. Außerhalb meiner Komfortzone werde ich glaub ich langsam und eiere ein bisschen herum. Da ist noch Luft nach oben !

Und Konditionstraining könnte natürlich nicht schaden :-)

 

Welche aktuellen bergsportlichen Pläne hast Du?

Mir wurde nahegelegt mehr Sportklettern zu gehen und da ein wenig stärker zu werden. Toll wäre es dieses Können dann auf lange anspruchsvolle Touren im Gebirge zu übertragen. Aber klar, ich träume von einigen größeren Reisen, jedoch gibt es in den Alpen auch noch jede Menge zu tun :-)

 

Welche Ziele hast Du?

Eine vielseitige Bergsteigerin zu werden/zu sein.

 

Wie hast Du mit dem Bergsport angefangen?

Meine Eltern nahmen mich schon in der Rückentrage mit in die Berge, als ich dann selber laufen konnte ging ich mehr oder weniger freiwillig mit auf Bergtouren. So mit etwa 8 Jahren wollte ich immer mit auf Tour, wenn mein Papa mit seinen Kumpels loszog und konnte nicht verstehen, warum ich denn jetzt nicht mit darf. Irgendwann habe ich meinen Willen durchgesetzt und endlich ging es auf die ersten Hochtouren. Ich glaube ich war ein ganz schön bockiges Kind... :-)

 

 

Woher kommt Deine Motivation? (Was treibt Dich die Berge hinauf?)

Das frage ich mich auch manchmal... Vor allem wenn die Motivation fehlt und der innere Schweinehund zu groß ist. Aber auch an solchen Tagen kann ich die Berge auch genießen ohne an mein Limit zu gehen.

Im Moment ist Motivationsmangel jedoch kein Problem. Seit dem ich Teil des neuen Expeditionskader bin, drehen sich meine Gedanken (fast) nur um die Berge.

 

Was war für Dich ein besonders gutes / ein besonders schlechtes Erlebnis?

Diese beiden Dinge sind für mich sehr schwer zu trennen, da aus jedem einschneidenden Erlebnis etwas neues entsteht. Meist führen diese Extreme zu Erlebnissen, welche einen als Mensch und Bergsteiger prägen.

Das Schöne am Bergsport ist doch, dass man alles sehr intensiv erlebt, wenn man auf Tour ist.

 

Eine schöne Kindheitserinnerung habe ich an ein sehr einprägsames Erlebnis mit meinem Papa und meiner Schwester im Yosemite. Wir sind nachts mit dem Vollmondlicht die Snake Dike geklettert. Ich erinnere mich noch genau an den warmen Granit an den Händen, den Geruch von Sonnencreme, Fels und Schweiß in der Nase, an die aufmunternden Worte meiner großen Schwester als ich langsam müde wurde und den unglaublich quälenden Durst (Wir hatten viel zu wenig Wasser eingepackt und es war immerhin Hochsommer!). Am Top hatten wir eine wahnsinnige Aussicht von unserem ganz privaten Biwakplatz und als uns am nächsten Morgen die ersten Sonnenstrahlen aus dem Schlaf kitzelten, fühlten wir uns wie die Könige des Valleys :-)

 

Hast Du Vorbilder?

Ein Vorbild? Nein das habe ich nicht. Es gibt viele Menschen deren Lebensgeschichte und/oder Persönlichkeit mich faszinieren und beeinflussen. Ich sehe diese aber ehe als Impulsgeber. Für mich ist das schöne am Bergsport, dass Leistung nicht objektiv messbar ist, d.h. man kann sie nicht wirklich vergleichen. Natürlich erwische ich mich in und wieder dabei in den Heldensagen von früher zu träumen aber wenn ich ehrlich bin kann ich nur an mir selbst arbeiten, mich entwickeln und selbst meine Leistung bewerten und meine Grenzen ausloten.

 

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