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Rauf und runter - Höhenmedizin, Berg- und Gratrettung

16.06.2016, 21:18 Uhr

Das Förderprogramm "Expeditionskader" des Deutschen Alpenvereins umfasst ein vielfältiges Angebot an Trainingscamps und Seminaren. Den letzten Schliff erhielt der aktuelle Damenkader auf dem Seminar zur Höhenmedizin, Berg- und Gratrettung mit der Expeditionsärztin Steffi Graßl, die das Team gemeinsam mit der Cheftrainerin Dörte Pietron nach Tadschikistan begleiten wird.
 

 

Vroni Krieger aus dem Damenkader berichtet:

„Wie komme ich da rauf?“, das ist beim Bergsteigen oft die große Frage. Bei der letzten Kadermaßnahme vor der Expedition haben wir uns jedoch mehr Gedanken übers Runterkommen gemacht. Und vor allem: Was, wenn man das nicht mehr selbständig schafft? Vier Tage Höhenmedizin, Bergrettung und Grattechniken standen an der Kampenwand und dem Wilden Kaiser auf dem Programm. Steffi Graßl, die uns auf der Expedition als Ärztin begleiten wird, hat uns dabei den medizinischen Part nähergebracht. Sicher rauf durch Akklimatisierung, sicher runter zum Beispiel durch das frühzeitige Erkennen von Anzeichen der Höhenkrankheiten.

 

Runter ist manchmal anstrengender als rauf

Highlight des Rauf und Runter beim Höhenbergsteigen ist der Certec Bag. Durch den Überdrucksack begaben wir uns in Rekordzeit von 1500 m in ungewohnte Tiefen unter 0. Die entspannte Atmosphäre bei dieser intensiven Einheit hat uns noch etwas ganz Wichtiges gezeigt.

 

Mit Steffi fühlen wir uns gut betreut auf der Expedition, wir freuen uns schon auf die gemeinsamen Wochen!

 

Für die Bergrettung ging es zuerst wieder rauf. Allerdings nicht ganz. Vorsteiger- oder Nachsteigersturz mit simulierten Verletzungen verhinderten die erfolgreiche Besteigung. Also wieder runter mit Verletztem auf dem Rücken, nach auf und ab mit dem Prusik. Runter ist manchmal anstrengender als rauf.

 

Und zum letzten Thema der Tage: Am Grat geht’s auf beiden Seiten runter, die Gratkletterei an sich ist ein ständiges auf und ab. Dabei kann mit klug gewählten Techniken viel Zeit gespart werden. Seilfrei, Seiltransport, laufendes Seil, Seillängen. Wann ist was sinnvoll? Wo und wann Sicherungen legen? Immer mit dabei waren die KENIAL Schmuseberge zum Berge versetzen. Da man Berge leider nur im übertragenen Sinne versetzen kann, wurde die Einheit an die Kampenwand verlegt. So haben wir bei der Überschreitung der Kampenwand und schönstem Wetter entspannt üben können, immer mit Blick auf den wolkenverhangenen Kaiser.

Alles in allem lässt sich mal wieder zusammenfassen: Wir hatten sehr schöne und lehrreiche Tage. Uns bleibt jetzt nur noch zu sagen: Next stop Tadschikistan!

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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