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Auf „klassischen“ Spuren

Berchtesgaden: Untersberg Pfeilersüdwand, Hinterstoißer/Kurz (200 m, 9 SL, VII, A0 (Seilquergang), obligatorisch VI, E3). Klassiker auf der Linie des geringsten Widerstandes, Stände und einige Zwischenhaken saniert. Die beiden schweren Längen in Wandmitte sind für ihren Grad richtig schwer zu klettern, der Rest teilweise ziemlich brüchig und frei, trotz relativ geringer Schwierigkeiten. Führer: Berchtesgaden Ost, Georg Sojer/Richard Koller, Panico Verlag

 

Wilder Kaiser: Fleischbank Südostwand, Wießner/Rossi (270 m, 11 SL, VI+, obligatorisch V+, E3-). Großer Klassiker, der sich findig durch die plattige Wand windet. Teilweise ganz großartiger, sogar noch rauer Fels (im Seilquergang), dafür ist der Rossi-Überhang ausgesprochen speckig und unangenehm abdrängend. Einige gebohrte Zwischenhaken und sanierte Stände entspannen die Sache. Führer: Wilder Kaiser, Markus Stadler, Panico Verlag

 

Wetterstein: Schüsselkar Südwand, Fiechtl/Herzog (300 m, VI+, A0 (Seilquergang), obligatorisch VI-, E4). Die erste Linie durch eine Wand, die damals als eines der schwersten Probleme galt, zieht diagonal durch einen riesigen Wandbereich. Deshalb findet man, obwohl die Route nicht saniert ist, einige gebohrte Stände und Zwischenhaken, was vor allem die ersten Seillängen entspannt. Die zwei schwersten Längen – das Achtmeterwandl und die Länge zum Seilquergang – dagegen haben nur Normalhaken und der Stand dazwischen verlangt auch etwas Nachbesserung. Langer, alpiner Abstieg. Führer: Wetterstein Süd, Bernd Eberle/Karlheinz Grübler/Barbara Pöll, Panico Verlag