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Die Rücksicht in den Winter tragen

Corona hat uns schon eine Weile im Griff und es scheint nicht, als ob wir die Pandemie bald überstanden haben. Dennoch ist Bergsport möglich, wenn auch unter anderen Voraussetzungen.

Statt Tipps und Infos rund um den Bergsport zu geben, rief der Deutsche Alpenverein im März dazu auf, daheim zu bleiben. Dieses Novum hing natürlich mit dem Corona-Virus zusammen. Den Sommer über hat die Bergsport-Community gezeigt, dass sie verantwortungsvoll in den Alpen und Mittelgebirgen unterwegs ist. Alpin-Profis sowie Bergneulinge haben sich größtenteils an die Regeln gehalten. Diese Vorsicht und Rücksicht gilt es nun in der anstehenden Herbst- und der Wintersaison zu bewahren. Dann steht uns ein toller Wanderherbst und ein toller Bergwinter bevor.

 

 

Schritt für Schritt in die Bergsaison

Egal, ob jemand schon ein Dutzend gefüllte Gipfelbücher zuhause hat, oder zum ersten Mal mit dem Gedanken an eine Wander- oder Bergtour spielt: Die sorgfältige Planung ist das A und O einer jeden Tour. Welche Region soll ich wählen? Lohnt es sich für eine Tagestour dorthin zu fahren, ode bleibe ich länger? Welche Touren traue ich mir zu? Spielt das Wetter mit? Wer sich die richten Fragen stellt, hat schon einen wichtigen Schritt hin zu einer sicheren Tour gemacht.

 

Urlaub vor der Haustür

Was auch in normalen Zeiten vernünftig erscheint, gilt momentan noch mehr als sonst. Besonders für Tagesausflüge ist es ratsam, in Wohnortnähe zu bleiben. Nicht nur reduziert man damit den Druck auf die klassischen Hotspots der Alpen, die Anfahrt ist auch meist kürzer. Und weniger Verkehr bedeutet nicht nur weniger Stress, sondern auch mehr Klimaschutz. Zudem bieten die deutschen Mittelgebirge selbst für ambitionierte Bergsportlerinnen und -sportler reizvolle Touren.

Der Übernachtungsbetrieb in den Alpenvereinshütten ist auch weiterhin nicht wie gewohnt möglich. Manche Hütten bleiben ganz geschlossen, andere öffnen mit deutlich weniger Betten. Wer trotzdem eine Mehrtagestour plant, sollte sich vorher gut informieren und zwingend reservieren. In den Hütten, die geöffnet sind, kann man normalerweise auch essen und trinken.

 

Rück- und Vorsicht als Gebot der Stunde

Wandern ist ein Sport, der in allen Altersklassen beliebt ist. Das bedeutet aber auch, dass man mit Personen in Kontakt kommt, die einer Risikogruppe angehören. Darunter fallen Ältere oder auch Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen. Hier gilt es, besonders rücksichtsvoll zu sein – eine Eigenschaft, die ohnehin vielen Bergsportlerinnen und Bergsportlern wichtig ist.