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Bergfilmfestival Tegernsee: DAV-Preis geht an "Balandrau - Tragödie in der Eishölle"

18.10.2021, 16:42 Uhr

94 Filme verzauberten das Publikum beim 18. Internationalen Bergfilmfestival Tegernsee vergangenes Wochenende. Jetzt stehen die Preisträger*innen fest.

Authentischer Film über eine Katastrophe am Berg

Den Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Alpinfilm der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ gewann dieses Jahr „Balandrau – Tragödie in der Eishölle“. Die Tragödie, die zehn Menschen vor knapp 20 Jahren das Leben gekostet hat, wurde bewegend rekonstruiert und berührt besonders, weil niemand mit einer Katastrophe gerechnet hatte: Eine Gruppe, die sich auf eine leichte Tour begibt, inmitten eigentlich harmlosem Berggelände. Und dennoch kommen sie gegen einen Orkan mitten in den Pyrenäen nicht an. Das furchtbare Ereignis lässt niemanden kalt und vor allem die Überlebenden kämpfen noch heute mit den schmerzhaften Erinnerungen an damals. 

 

Ein Film, der nahelegt, dass die Berge unberechenbar sein können, selbst, wenn man scheinbar gut vorbereitet war. 

 

Weitere preisgekrönte Filme

Die berührende Dokumentation „Children of the Snow“ erhielt den Großen Preis der Stadt Tegernsee. Der Film zeigt, wie sich Schulkinder in den abgelegenen Dörfern des Himalayas von ihren Eltern verabschieden müssen, teilweise für mehrere Jahre.

 

„Wanderschäfer im Iran – Die Schule der Hirtenkinder“ wurde als Bester Film in der Kategorie „Lebensraum Berg“ ausgezeichnet. Im Fokus steht der bäuerliche Wandel in Vorderasien. Auf sanften Pfoten räumte „Auf den Spuren der Schneeleoparden“ den Titel für den besten Film in der Kategorie „Naturraum Berg“ ab. Stephané Jacques gelang das nahezu unmögliche Kunststück die scheuen Wildkatzen des Himalayas mit der Kamera einzufangen.  

 

Zwischen den Dolomiten bewegt sich Slackline-Profi Lukas Irmler in „Alpine Highlines – Dolomiten“ und katapultierte sich somit aufs Siegertreppchen für den Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis. Die Auszeichnung für „Bemerkenswerte Kameraleistung“ ergatterte „K2 – The Impossible Descent“. Der Film fesselt durch spektakuläre Drohnenaufnahmen. Der charmante Animationsfilm „El gran hito“ wurde mit dem Preis für den „Besonderen Film“ geehrt.

 

Die Preisverleihung des Bergfilmfestival Tegernsee kann man auch nachschauen.