Historische Aufnahme eines Teilnehmers an einem Gletscherrennen auf der Diavolezza
1930 wurde das Gletscherrennen auf der Diavolezza erstmalig ausgetragen. Foto: Museum Alpin Pontresina
Diavolezza Glacier Race

Alte Tradition und Gletscherschutz

Am Samstag, 16. März 2024, wird im Oberengadin auf der Diavolezza das Revival einer alten Tradition gefeiert. Auf der Gletscherabfahrt findet erstmals seit 1980 wieder das traditionelle Volksrennen statt. Mit dem Diavolezza Glacier Race sollen Skifahren und Snowboarden als Volkssportarten gefördert werden – und alles für einen guten Zweck. Der Erlös kommt verschiedenen Gletscherpflegeprojekten zugute.

Von 1930 bis 1980 fand auf der Gletscherabfahrt Diavolezza ein Skirennen statt, das insgesamt 34-mal ausgetragen wurde. Bereits am ersten Rennen nahmen 300 Teilnehmende die zehn Kilometer lange Abfahrt mit einem Höhenunterschied von tausend Metern unter die Bretter. Zukünftig soll das Glacier Race wieder jährlich stattfinden – und einen aktiven Beitrag zum Gletscherschutz leisten.

Gletscherabfahrt zwischen weltbekannten Eisriesen 

Das Diavolezza Glacier Race wird auf der längsten Gletscherabfahrt der Schweiz durchgeführt. Gestartet wird auf der Bergstation Diavolezza auf 2978 Meter. Die nicht maschinell präparierte Strecke führt über den Pers- und den Morteratschgletscher, vorbei an den weltbekannten Eisriesen Piz Palü und Piz Bernina, bis hinunter nach Morteratsch (1896 Meter). Mitmachen dürfen alle, die sich dieser Herausforderung gewachsen fühlen. Minderjährige Personen dürfen sich mit einer Einverständniserklärung einer erziehungsberechtigten Person anmelden. Neben den klassischen Kategorien wird es auch eine Fun- und eine Familienkategorie geben.

Wer mit am Start sein oder den Titel des Gletscherteufels oder der Gletscherteufelin holen will, sollte sich beeilen. Das Teilnahmefeld ist auf 300 Personen begrenzt. Mehr Informationen und Anmeldung unter glacier-race.ch.

Die Gletscherabfahrt auf der Diavolezza. Foto: Gian Giovanoli

Besondere Auktion für den Gletscherschutz

Das Rennen war in der Vergangenheit sehr beliebt und bekannt. Im Rahmen des Revivals am 16. März soll die Sensibilisierung für den Klimawandel und der damit einhergehende Gletscherschwund in den Fokus gerückt werden. Ein Viertel der Anmeldegebühren kommt dem Gletscherschutz zugute. Im Anschluss an die Siegerehrung wird außerdem eine Auktion zugunsten des Gletscherschutzes stattfinden. Besondere Gegenstände kommen unter den Hammer: Zwei Fine Art Bilder des Schweizer Fotografen Jürg Kaufmann, Gletschererlebnisse mit der Bergsteigerschule Pontresina sowie Kunstwerke der Engadiner Holzbildhauerin Nora Engels, geschaffen aus den Fundstücken des jüngsten “Glacier Clean-Up Days”.

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