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„Anwalt der Alpen“ mit Mitgliederrekord

Der Österreichische Alpenverein zieht Jahresbilanz

19.10.2018, 11:26 Uhr

Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) hat anlässlich seiner Jahreshauptversammlung 2018 Bilanz gezogen: Der größte alpine Verein des Landes ist einmal mehr gewachsen. Mit Naturschutz-Petitionen wird er seinem Ruf als „Anwalt der Alpen“ gerecht; mit Projekten wie den Bergsteigerdörfern unterstützt er den sanften Tourismus im Alpenraum. Als seine größte Herausforderung schätzt der ÖAV zukünftig den Erhalt des umfangreichen Wegenetzes ein.

Mitgliederrekord

Mehr als 545.000 Mitglieder zählt der ÖAV derzeit. In seinen 197 Sektionen sind damit mehr Bergsport- und Naturbegeisterte organisiert denn je. Im vergangenen Jahr sind mehr als 23.500 Menschen dem ÖAV beigetreten. Auch der Frauenanteil ist einmal mehr gestiegen – auf aktuell 44 Prozent.

 

Anwalt der Alpen

Die „Allianz für die Seele der Alpen“ hat der ÖAV gemeinsam mit den Naturfreunden und dem WWF Österreich ins Leben gerufen: Damit soll die Bedeutung der letzten alpinen Freiräume bewusst gemacht werden. Eine Mitte 2018 gestartete Petition flankiert das Engagement und fordert verbindliche Erschließungsgrenzen.

 

Vor inzwischen zehn Jahren startete der ÖAV die Initiative der „Bergsteigerdörfer“, mit der nachhaltige Strukturen und sanfter Tourismus gestärkt werden sollen. Inzwischen gibt es die Bergsteigerdörfer grenzüberschreitend – in diesem Jahr schloss sich Jezersko in Slowenien an, im Juni folgte das oberbayrische Kreuth und im August Jungiarü in den Südtiroler Dolomiten.

 

Herausforderung Wegenetz

Als zukünftig größte Herausforderung schätzt der ÖAV den Erhalt des seit dem 19. Jahrhundert entstandenen Wegenetzes ein. Vor allem der Klimawandel und damit einhergehender häufiger auftretender Starkregen, Steinschlag, auftauender Permafrost oder Erosionen ziehen immer öfter aufwendige Wegearbeiten nach sich.

 

Hinzu kommen mitunter Interessenskonflikte bei der Wegnutzung durch Touristik, Forst oder Jagd zum Tragen – hier erwägt der ÖAV, Wege von geschichtlicher, künstlerischer oder sonstiger kultureller Bedeutung als kulturelles Denkmal einstufen zu lassen und somit vor Veränderung zu schützen.

 

Weitere Info

Ausführliche Informationen zur Jahreshauptversammlung sowie zur Jahresbilanz gibt es beim ÖAV.