logo-dav-116x55px

ANSEILEN: Wann ist ein Hüftgurt und wann Hüft- und Brustgurt vorteilhafter?

Generell sind beide Anseilmethoden als gleichwertig zu betrachten. Der Bergsteiger kann also auswählen welche der beiden Anseilmethoden er bevorzugt. Komplettgurte hingegen bieten meist einen schlechten Hängekomfort und sind daher weniger zu empfehlen. Beim Hüftgurt ist die Passform besonders wichtig. Die Beinschlaufen sollten maximal vier Fingern zusätzlich Platz bieten. Der Bauchgurt muss den Beckenkamm fest umfassen.
 
Mit Hüft- und Brustgurt anzuseilen macht in folgenden Situationen Sinn:
 
  • Wenn ein Herausrutschen aus dem Gurt beim kopfüberhängen möglich ist, d.h. bei Menschen mit wenig ausgeprägter Hüfte, wie Kindern oder fettleibigen Personen.
  • Wenn es schwer Möglich ist, den Oberkörper durch die Rumpfmuskulatur aufrecht zu halten, z.B. Kleinkinder mit erhöhter Körperschwerpunkt, abseilen mit schwerem Rucksack oder sehr untrainierte Personen.
 
Nur mit Hüftgurt anzuseilen macht Sinn:
  • Am Gletscher, da ein möglichst tiefer Anseilpunkt die Mitreißgefahr beim Halten eines Sturzes verkleinert.
 
 

 

 

 
Downloads