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#BoulderStattBeton – Petition für die Erweiterung des Kletterzentrums München-Süd

08.08.2019, 09:29 Uhr

Die alte und nur noch selten genutzte Beton‐Freianlage des Kletter- und Boulderzentrums München-Süd Thalkirchen soll durch ein zweistöckiges Boulder‐Areal mit Außenboulder‐ und Außenkletterwänden ersetzt werden. Allerdings lehnt der zuständige Bezirksausschuss die Modernisierung ab. Aus diesem Grund wurde die Online‐Unterschriftenaktion #BoulderStattBeton ins Leben gerufen. Interessierte können sich noch bis Ende Oktober eintragen.

Der geplante Umbau

Die rund 30 Jahre alte Beton‐Freianlage im DAV Kletter‐ und Boulderzentrum München‐Süd (Thalkirchen) erstreckt sich über rund 1800 Quadratmeter und wird mittlerweile nur mehr selten genutzt. Der Grund: Dieser Bereich wird den heutigen Anforderungen an attraktives Klettern und Bouldern nicht mehr gerecht. Populär ist lediglich noch der sogenannte „Schrein“, eine etwa 20 Meter lange Boulder-Traverse, die rund 6 Prozent der Gesamtfläche ausmacht.

 

Um den Mitgliedern des Trägervereins und anderen interessierten Boulderern und Kletterern künftig ein qualitativ ansprechendes und zeitgemäßes Gesamtangebot bieten zu können, soll die Beton‐Freianlage durch ein zweistöckiges Boulder‐Areal mit Außenboulder‐ und Außenkletterwänden ersetzt werden. Die hierfür vorgesehene Fläche ist bereits durch die bestehende Beton‐Freianlage versiegelt, so dass keine weitere Grünfläche verbraucht wird. Im Gegenteil: Künftig werden rund 650 Quadratmeter begrünte Dachfläche zur Verfügung stehen. Das Dach wird als Bienenweide genutzt und trägt so dazu bei, die innerstädtische Artenvielfalt zu erhalten. Außerdem kühlt ein grünes Dach die Umgebungsluft. Die ganze Halle soll zudem barrierefrei zugänglich sein, was bisher nicht der Fall ist.

 

Die Boulderräume in den Bestandsgebäuden werden zu einem Kinderparadies und einen modernen Trainingsbereich umgebaut. Ein nachhaltiges Energiemanagement mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und Blockheizkraftwerk wird künftig das gesamte Kletterzentrum versorgen.

 

Widerstand des Bezirksausschusses

Nicht alle Beteiligten stimmen dem Umbau zu: Der zuständige Bezirksausschuss 6 Sendling lehnt das Vorhaben ab. Als Gründe führen die Verantwortlichen eine weitere Verdichtung der Landschaft sowie ein höheres Besucheraufkommen inklusive Verkehr an. Der Trägerverein hat dazu ebenfalls Stellung bezogen.

 

Die Stellungnahmen beider Parteien können Interessierte hier nachlesen:

 

Aktiv werden

Boulderer und Kletterer, die den Umbau befürworten, können noch bis Ende Oktober eine Online-Petition unterzeichnen. Nach Ablauf der Frist werden die Unterschriften dann an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter weitergegeben.