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Regeln und Modus Bouldern

Bouldern bedeutet Klettern in Absprunghöhe ohne Seil (bis ca. 4m Höhe), wobei Weichbodenmatten die Stürze abfangen. Bouldern verlangt häufig akrobatische und spektakuläre Bewegungsabläufe. Im Wettkampf versuchen die Athleten, verschiedene vorgegebene Boulder (sogenannte Probleme) von den markierten Startgriffen und –tritten bis zum letzten, ebenfalls markierten Topgriff zu durchsteigen. Der Topgriff muss dabei mit beiden Händen drei Sekunden gehalten werden.  Etwa in der Mitte des Boulders befindet sich die sogenannte Bonuswertung, ein ebenfalls markierter Griff. Ziel des Kletterers ist es nun, in möglichst wenigen Versuchen den Boulder zu durchsteigen. 

 

Der Topgriff muss dabei mit beiden Händen drei Sekunden gehalten werden.  Etwa in der Mitte des Boulders befindet sich die sogenannte Bonuswertung, ein ebenfalls markierter Griff. Ziel des Kletterers ist es nun, in möglichst wenigen Versuchen den Boulder zu durchsteigen. Gewertet werden dabei jeweils nur komplette Durchstiege oder das Erreichen der Bonuswertung. Das heißt: Fällt ein Kletterer zwischen Bonuswertung und Topgriff, bekommt er nur die Bonuswertung angerechnet. Sieger ist, wer die meisten Topbegehungen mit den wenigsten Versuchen vorweisen kann. Bringen die Topbegehungen, bzw. die Anzahl der Versuche, die die  Kletterer für die Topbegehungen benötigt haben, alleine noch kein eindeutiges Ergebnis, werden die Bonuswertungen, bzw. die Versuche hierfür hinzugezogen. Besteht auch hier noch Gleichstand, wird das Ergebnis der vorherigen Runde mit einbezogen.

 

In den Qualifikationsrunden bei Boulderweltcups starten bei großer Teilnehmerzahl die Kletterer meist in zwei Gruppen a 30-50 Kletterer an jeweils 5 verschiedenen Bouldern. Zum Halbfinale werden dann jeweils die 10 besten Kletterer pro Gruppe zugelassen. Im Halbfinale qualifizieren sich wiederum die besten sechs für das Finale. In allen Runden wird „on sight“ geklettert, das heißt die Boulderer dürfen sich nicht gegenseitig beobachten. In der Qualifikation und im Halbfinale haben die Kletterer jeweils 5 Minuten Kletterzeit pro Boulder und danach 5 Minuten Pause, bevor es zum nächsten Boulder geht.  Vor dem Finale besichtigen alle Finalisten zusammen jeden Boulder jeweils 2 Minuten. Im Anschluss haben sie jeweils 4 Minuten Kletterzeit pro Boulder und anschließend so lange Pause, bis alle Kletterer den Boulder absolviert haben.

 

Dann wandern alle Finalisten an den nächsten Boulder weiter. Versuche, die im Finale innerhalb der vier Minuten begonnen werden, dürfen in jedem Fall zu Ende geklettert werden, auch wenn die Zeit bereits abgelaufen ist. Die Anzahl der Versuche ist dabei in allen Runden unbegrenzt. 

In der Qualifikation und im Halbfinale haben die Kletterer jeweils 5 Minuten Kletterzeit pro Boulder und danach 5 Minuten Pause, bevor es zum nächsten Boulder geht.  Vor dem Finale besichtigen alle Finalisten zusammen jeden Boulder jeweils 2 Minuten. Im Anschluss haben sie jeweils 4 Minuten Kletterzeit pro Boulder und anschließend so lange Pause, bis alle Kletterer den Boulder absolviert haben. Dann wandern alle Finalisten an den nächsten Boulder weiter. Versuche, die im Finale innerhalb der vier Minuten begonnen werden, dürfen in jedem Fall zu Ende geklettert werden, auch wenn die Zeit bereits abgelaufen ist. Die Anzahl der Versuche ist dabei in allen Runden unbegrenzt. 

 

So liest sich die Ergebnisliste beim Bouldern:

Standings
Rank Name Vorname Nation Final Semi Final Qualification
1 Hojer Jan GER 4t5 4b4 3t3 4b4 4t4 5b5
2 Narasaki Tomoa JPN 4t6 4b5 4t9 4b6 5t5 5b5
3 Chon Jongwon KOR 3t4 4b5 3t4 4b4 5t5 5b5

 

 

Hier am fitkiven Beispiel eines Finalergebnisses, bei dem Jan Hojer den Sieg erklettert: 4t5, 4b4 für Hojer im Finale  – was heißt das? 4t bedeutet, dass Jan die vier Finalboulder toppen (= „t“) konnte, die 5 dahinter besagt, dass er dafür 5 Versuche brauchte, einen also erst im zweiten Anlauf schaffte. Die 4b4 dahinter gibt an, dass er die vier Bonuswertungen („b“) der Boulder im jeweils ersten Versuch erreicht hat. Tomoa Narasaki brauchte für die vier Finalboulder sechs Versuche und wird deshalb nur zweiter, obwohl er im Halbfinale einen Boulder mehr knackte als Jan.