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Akiyo Noguchi und Jongwon Chon gewinnen den Boulder Gesamtweltcup

16.08.2015, 00:46 Uhr

Beim Finale des Boulderworldcups am Samstag, 15. August, in München entschied Jongwon Chon aus Südkorea die Saison-Gesamtwertung der Herren für sich. In der Tageswertung kam er zwar nur auf den dritten Platz. Der reichte ihm aber für den Gesamtweltcup-Sieg, nachdem seine Konkurrenten Jan Hojer vom DAV Frankfurt am Main und Adam Ondra aus Tschechien nur auf den fünften und achten Platz kamen. Den Tagessieg in München holte Alexey Rubtsov aus Russland.

Bei den Damen holte Shauna Coxsey aus England den Tagessieg – und zwar auf die denkbar souveränste Art: Sie kletterte jeden der vier geforderten Finalboulder auf Anhieb. Der Gesamtweltcup war allerdings bereits vor dem Münchner Finale an Akiyo Noguchi aus Japan vergeben. Sie wurde vierte in der Tageswertung.

 

Besser geht’s nicht: Shauna Coxsey

Einen solchen Lauf gibt es selten bei einem Boulderweltcup: Mit vier von vier auf Anhieb gekletterten Bouldern legte die Engländerin Shauna Coxsey einen blitzsauberen Durchmarsch durchs Finale hin. Da nutzte es auch nichts, dass die Amerikanerin Megan Mascarenas lange Zeit einen ähnlich souveränen Auftritt zeigte. Sie blieb Coxsey bis zum letzten Boulder auf den Fersen, brach dort dann aber ein und kam nicht mehr zum Topgriff. Deutsche Starterinnen gab es im Finale nicht.

 

Sehr harte Boulder bei den Herren

Anders bei den Herren: Dort versuchte Jan Hojer vom DAV Frankfurt am Main, seinen Gesamtweltcup-Titel gegen Jongwon Chon zu verteidigen. Das gelang ihm nur ziemlich knapp nicht: An zwei Bouldern im Finale scheiterte er jeweils am Zug zum Topgriff. Hätte er diese erreicht, wäre ihm die Titelverteidigung gelungen. So war Jongwon Chon auf der glücklichen Seite, indem er einen der vier Boulder auf Anhieb klettern konnte, ansonsten aber auch keinen Durchstieg schaffte. Für Platz drei und für den Gesamtweltcup reichte das. Jan Hojer wurde in der Gesamtwertung schließlich Zweiter.

Eine sehr überzeugende Vorstellung lieferte Alexey Rubtsov aus Russland ab. Er schaffte immerhin zwei der sehr hart geschraubten Finalboulder und sicherte sich damit den Tagessieg.

 

Stimmung wie in der Champions League

Einmal mehr war es das Münchner Publikum, das die Wettkampf-Location unter dem weltberühmten Glasdach des Olympiastadions zum Beben brachte. Nicht weniger als 5000 Boulderbegeisterte fieberten mit den Athletinnen und Athleten und goutierten sämtliche guten Leistungen mit donnerndem Applaus. Organisations-Chef und DAV-Ressortleiter Spitzensport Matthias Keller war einmal mehr begeistert von der Stimmung im Münchner Olympiastadion: „Wir machen jetzt zum fünften Mal einen Weltcup dort, und jedes Mal ist es Gänsehaut-Atmosphäre.“ Als Beleg dafür darf die Zahl der gemeldeten Starterinnen und Starter gelten: 215 sind so viele noch nie zuvor beim einem Boulderweltcup.

 

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