2012-08-24 15:21:00
Boulderweltcup München 2012 – DAV-Boulderer auf dem Treppchen?
Boulderweltcup München 2012 – DAV-Boulderer auf dem Treppchen?
Jan Hojer gilt als Geheimkandidat
Vor allem einer aus der DAV-Bouldertruppe macht derzeit auf sich aufmerksam: Jan Hojer (Frankfurt) begab sich vor dem Boulder-Weltcup mit einigen anderen deutschen und internationalen Boulderstars auf einen Trip in die südafrikanischen Rocklands und räumte hier binnen zweier Wochen eine rekordverdächtige Anzahl an Bouldern zwischen 8a und 8b+ ab. Seine Liste an harten Boulderbegehungen sorgte international für großes Aufsehen in der Kletterszene und dürfte dem starken Mann aus Köln weiteres Selbstvertrauen für das Weltcupfinale geben. Nach seinem 3. Platz beim letzten Weltcup in Vail (USA), wo Hojer im Finale nach drei von vier Bouldern noch wie der klare Sieger aussah, bis ihm der letzte Boulder einen Strich durch die Rechnung machte, gilt Hojer als Geheimkandidat für das Finale – wenn er seine Felsform nun auch wieder an die Kunstwand bringt.
Unterwegs zur Weltspitze: Juliane Wurm
Ebenfalls für Aufmerksamkeit am Fels sorgte Hojers Mitreisende in Südafrika: Juliane Wurm (Wuppertal) – ihres Zeichens deutsche Vorzeigedame im Bouldern und ebenfalls Dritte beim Weltcup in Vail - knackte mit „Nutsa“ in den Rocklands ihren ersten Boulder im Grad FB 8A+ und reiht sich damit in die Liste der wenigen Damen ein, denen ein Boulder dieser Schwierigkeit gelang. Auch für sie gilt es nun, nach ihrem zweiten Platz im Vorjahr, die gute Form in München wieder an die Wand zu bringen.
Boulderweltcup in München - ein spannender Event
Der Rest der DAV Truppe wie Jonas Baumann (Wuppertal), Mathias Conrad (Zweibrücken)und Stefan Danker (Landshut) nutzte die Pause nach dem letzten Weltcup in den USA zum erneuten Formaufbau, um zum zweiten Höhepunkt der Saison mit dem Weltcupfinale in München und der WM in Paris Mitte September topfit zu sein.
Die Chancen stehen also gut, dass es deutsche Boulderer in München ins Finale schaffen. Zusätzlich zu den etablierten Kaderathleten werden auch wieder weitere Starter, die sich über die Gesamtwertung des deutschen Bouldercups qualifiziert haben, an den Start gehen. Und wenn es dann wie im letzten Jahr mit Juliane Wurm sogar ein DAV-Kletterer aufs Podium schafft, wird die Stimmung im Olympiastadion wieder gigantisch sein – live dabei sein lohnt sich also. Und das Beste: Der Eintritt ist frei!
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