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Platz fünf für Sebastian Halenke beim vierten Leadweltcup in Imst

22.08.2016, 07:52 Uhr

Nachdem er bei den letzten beiden Leadweltcups jeweils den Einzug ins Finale verpasst hatte, kehrte Sebastian Halenke (DAV Schwäbisch-Gmünd) am vergangenen Wochenende beim vierten Stop der Wettkampfserie wieder zu seiner gewohnten Form zurück und kletterte auf einen sehr guten fünften Platz. Gewonnen haben im österreichischen Imst einmal mehr der Slowene Domen Skofic, sowie die Lokalmatadorin Magdalena Röck.

 

Drei deutsche Athleten im Halbfinale

An der längsten Wand im Weltcupzirkus war am vergangenen Wochenende vor allem Ausdauer gefragt. Schon die beiden Qualifikationsrouten forderten den Athleten einiges ab, aber drei Mitglieder des deutschen Teams schafften es dennoch ins Halbfinale. Neben Sebastian Halenke kamen auch Martin Tekles (DAV Achental) und Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln) eine Runde weiter. Hier konnten sich die beiden aber leider nicht gegen die starke internationale Konkurrenz durchsetzen und verpassten den Einzug ins Finale. Sie kamen auf die Plätze 21 und 26. 

"Ruben ist vor allem die zweite Qualifikationsroute super geklettert. Sie war sehr physisch und forderte viel Power", sagte Bundestrainer Maxi Klaus. "Hier hat er gezeigt, dass er viel Kraft in den Armen hat. Generell kann er mittlerweile gut mit dem Wettkampfdruck umgehen".

 

Denkbar knapp war es für Christoph Hanke (DAV Ringsee). Er stand eigentlich schon im Halbfinale, doch durch den Einspruch eines schweizer Trainers zugunsten seines Athleten sprach die Jury diesem den letzten Halbfinalplatz zu und Christoph Hanke rutschte auf den 27. Platz.

Sebastian Halenke dagegen hatte mehr Glück und qualifizierte sich souverän für das Halbfinale. Nachdem er einige Zeit mit leichteren Fingerverletzungen zu kämpfen hatte, verpasste er beim zweiten und dritten Leadweltcup jeweils das Finale. In Imst startete er zwar "unfitter als vorher, aber mit freiem Kopf" und kletterte bis ins Finale. In der Finalroute zeigte er ebenfalls eine starke Leistung und behauptete seinen fünften Platz gegen die starke internationale Konkurrenz. "Sebastian hatte endlich Gelegenheit, seine Finger ausheilen zu lassen und hat in der Vorbereitung auf Imst nur locker geklettert, um den Kopf frei zu bekommen", sagte Maxi Klaus. Die Taktik ging auf, und Halenke erreichte seine bisher beste Platzierung in dieser Saison.

 

Leichte Tendenz nach oben bei den DAV-Damen

Bei den Damen gingen Chiara Clostermann (DAV Ringsee), Solveig Korherr (DAV TUS Steisslingen) und Denise Plück (DAV Rheinland-Köln) für den Deutschen Alpenverein in Imst an den Start. Leider konnte keine der dreien sich einen Platz im Halbfinale der besten 26 ergattern. Clostermann ging mit Platz 35 nach Hause, Korherr kam auf Platz 42, Plück wurde 45. "Bei den Mädels ist eine leichte Tendenz nach oben zu sehen", so Klaus. "Aber hier muss schon noch was passieren".

 

Zweiter Heimsieg bei einem Leadweltcup für Magdalena Röck

Vor zwei Jahren konnte Magdalena Röck erstmals einen Leadweltcup in Imst für sich entscheiden. Nun gewann die 22-Jährige Tirolerin erneut vor heimischem Publikum. Mit der Wertung 56+ setzte sie sich knapp gegen die zweitplatzierte Mina Markovic aus Slowenien durch. Markovic ist die amtierende Leadweltcup-Gesamtsiegerin und stand in Imst zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem Podium. Aufgrund einer längeren Trainingspause am Jahresanfang startete sie verhältnismäßig unfit in diese Leadweltcupsaison und scheint erst jetzt, zum vierten Weltcup-Stop, wieder zu ihrer alten Form zurückgefunden zu haben.

 

Die Führungsposition in der Gesamtwertung liegt momentan aber bei ihrer Landsmännin Janja Garnbret. Die 17-Jährige gewann alle drei bisherigen Leadweltcups und positioniert sich damit klar an der Spitze des Rankings. Bisher hatte sie jede Qualifikations-, Halbfinal- und Finalrunde in dieser Saison angeführt - in Imst wurde sie jedoch schon in der Qualifikation von ihrer größten Konkurrentin Anak Verhoeven (BEL) auf den zweiten Platz verwiesen. Auch im Finale warf sie ein Patzer überraschend schon früh aus der Wand und am Ende reichte es "nur" für Platz fünf für Janja Garnbret. 

 

Dritte wurde Jain Kim, die dreimalige Leadweltcup-Gesamtsiegerin aus Korea, vor Anak Verhoeven auf Platz vier.

 

Dritte Goldmedaille für Domen Skofic

Bereits zum dritten Mal konnte der Slowene Domen Skofic die Goldmedaille bei einem Leadweltcup 2016 mit nach Hause nehmen. Der 22-Jährige führt damit das Ranking klar an und liegt mit knapp 90 Punkten Vorsprung vor Jakob Schubert aus Österreich und dem Franzosen Gautier Supper. Diese Tendenz spiegelte auch das Podium in Imst wider, wo sich Jakob Schubert als zweiter platzierte, vor Gautier Supper auf dem dritten Platz.

Ob Domen Skofic seine Führungsposition bis zum Schluss verteidigen kann, wird sich zeigen. Noch drei Leadweltcups gilt es in dieser Saison zu bestreiten. Bereits kommendes Wochenende findet in Arco (Italien) der nächste Wettkampf statt, bevor es Ende Oktober noch einmal nach China geht. Im November werden im slowenischen Kranj schließlich die Leadweltcup-Gesamtsieger 2016 gekürt.

 

Ergebnisse vierter Leadweltcup 2016 Imst:

DAMEN:

  1. Magdalena Röck (AUT)
  2. Mina Markovic (SLO)
  3. Jain Kim (KOR)

35. Chiara Clostermann (DAV Ringsee)
42. Solveig Korherr (DAV TUS Steisslingen)
45. Denise Plück (DAV Rheinland-Köln)

 

HERREN:

  1. Domen Skofic (SLO)
  2. Jakob Schubert (AUT)
  3. Gautier Supper (FRA)

5. Sebastian Halenke (DAV Schwäbisch-Gmünd)
21. Martin Tekles (DAV Achental)
26. Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln)
27. Christoph Hanke (DAV Ringsee)