DAV-Projekt Skibergsteigen umweltfreundlich
Zielsetzung / Leitlinien
Mit dem Projekt "Skibergsteigen umweltfreundlich" leistet der Deutsche Alpenverein einen Beitrag zur naturverträglichen Ausübung und zur nachhaltigen Sicherung des Tourenskilaufs in den Alpen.
Die Leitlinien des Projektes sind:
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Sicherstellung der ökologischen Verträglichkeit des alpinen Tourenskilaufs
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Erhaltung der bergsportlichen Nutzungsmöglichkeiten für künftige Generationen
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Beteiligung der zuständigen DAV-Sektionen und Bergwachtbereitschaften, der betroffenen Behörden, Verbände und Grundeigentümer sowie sonstiger Interessen- und Nutzergruppen
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Entwicklung, Umsetzung und langfristige Betreuung von Regelungen mit Empfehlungscharakter (Routenempfehlungen)
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Beschränkung der Regelungen in den Tourengebieten auf das notwendige Maß
Das DAV-Projekt Skibergsteigen umweltfreundlich wird in enger Zusammenarbeit mit der Untersuchung "Wildtiere und Skilauf im Gebirge" des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit bzw. des Bayerischen Landesamtes für Umwelt durchgeführt. Alle betroffenen Behörden und Verbände (Landratsämter, Forstbetriebe, Ämter für Landwirtschaft und Forsten, Bergwacht, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Deutscher Skiverband, Landesjagdverband, Bayerischer Bauernverband, Verein zum Schutz der Bergwelt, Naturfreunde etc.) sowie private Grundeigentümer sind in die gemeinsame Aktion eingebunden. Den wildbiologischen Teil bearbeitet der renommierte Wildbiologe Albin Zeitler.
Das Projektgebiet umfasst den Gesamtraum der Deutschen Alpen. Im Juni 1995 wurde mit dem Projekt begonnen. Derzeit werden die Allgäuer Alpen bearbeitet.
Im Rahmen des Projektes können Skiführer mit dem Gütesiegel "Naturverträgliche Skitouren" ausgezeichnet werden, wenn sie folgende Kriterien erfüllen:
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Auswahl, Beschreibung und Darstellung der Skitouren berücksichtigen die Routenempfehlungen des Projektes "Skibergsteigen umweltfreundlich".
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Informationen und Verhaltenstipps für naturverträgliches Tourengehen sind in der Einleitung und im Text zu den einzelnen Skitouren aufgeführt.
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Anreisemöglichkeiten mit Bahn und Bus sind, sofern vorhanden, beschrieben.
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Hans Kammerlander |
Hans Kammerlander, einer der weltweit besten und bekanntesten Extremalpinisten, begrüßt die Aktivitäten des DAV zur Sicherung des Skitourengehens. Seit über 10 Jahren unterstützt er das Projekt "Skibergsteigen umweltfreundlich".
Vorgehensweise
1. Kartierung der üblichen Skirouten durch die örtlich zuständigen DAV-Sektionen
2. Erfassung der Wildtier-Lebensräume (primär der Raufußhühner) nach Kern-, Brücken- und Randgebieten durch das Team des Wildbiologen
3. Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten für kritische Überlagerungsbereiche
4. Konkretisierung der Lösungsmöglichkeiten und Festlegung von Routenempfehlungen bei Exkursionen in allen betroffenen Teilgebieten
5. Umsetzung der Regelungen und langfristige Gebietsbetreuung durch örtliche Arbeitsgruppen
6. Erfolgskontrolle, Optimierung der Umsetzung und Steigerung der Akzeptanz
7. Information und Öffentlichkeitsarbeit
Kommission "Skibergsteigen umweltfreundlich"
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Die Projektgruppe Skibergsteigen umweltfreundlich |
Im Herbst 1994 wurde der "Arbeitskreis Skibergsteigen umweltfreundlich" anlässlich der Naturschutzreferenten-Tagung des DAV im saarländischen Otzenhausen gegründet und damit der Grundstein für das Projekt "Skibergsteigen umweltfreundlich" gelegt. Seitdem treffen sich die zehn ehrenamtlich tätigen Mitglieder im Schnitt zweimal jährlich, um das Projekt fachlich zu begleiten. Sie stellen dabei die Nähe zur Praxis sowie zu aktuellen Entwicklungen und Trends sicher und bringen neue Impulse und Ideen in die Arbeit ein. 2003 ist der Arbeitskreis "Skibergsteigen umweltfreundlich" in die Projektgruppe "Skibergsteigen umweltfreundlich" überführt worden. Durch einen Beschluss des DAV-Präsidiums wurde 2008 aus der Projektgruppe die Kommission "Skibergsteigen umweltfreundlich".
Verantwortlich für den Bereich "Skibergsteigen umweltfreundlich" im DAV ist Manfred Scheuermann (siehe Kontakt). |