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Reglement


Die Skibergsteiger-Wettkämpfe der ISMF und des DAV werden nach einem einheitlichem Reglement veranstaltet, um für die Wettkämpfer Chancengleichheit und Fairneß zu gewährleisten.
Grundlage für alle Skibergsteiger-Wettkämpfe auf Ebene der national zuständigen Verbände ist das internationale Reglement der ISMF (PDF-Download siehe unten). Seit der Saison 2009 hat der DAV sein nationales Reglement an das Basisreglement des österreichischen Verbandes askimo angeglichen. Der DAV Skitourencup wird zudem nach den DAV-Umweltstandards für Skialpinismuswettkämpfe in Deutschland durchgeführt (PDF-Download siehe unten)
 
Die deutschen Wettkampfbestimmungen 2010
 
 
 
Teilnahmevoraussetzungen:
  • Altersklassenzugehörigkeit (Cup: offen, DM: nur mit deutschem Pass oder festem Wohnsitz in D)
  • Erfüllung der sportmedizinischen Voraussetzungen
Altersklassen Tageswertung:
  • Cadets:        15-17 (1993-1995) - kurze Strecke
  • Junior:         18-20 (1990-1992) - kurze Strecke
  • Senior:         21-44 (1966-1989) - lange Strecke
  • Masters:       ab 45 (ab 1965) - lange Strecke
  • Hobbyklasse Damen/ Herren (ab Jg. 1995) - kurze Strecke
 
In der Klasse Cadets können in Ausnahmefällen auch jüngere Starter mit Einverständnis der Eltern starten (schriftliche Erklärung oder Anwesenheit der Eltern bei der Registrierung).
 
Sind beim Teamwettkampf die beiden Teampartner nicht in der gleichen Altersklasse, so wird in der niedrigeren (jüngeren) Altersklasse gewertet.
 
NEU 2010: Für die kurze Strecke/ Hobbywertung wird es 2010 keine Altersklassenwertung mehr geben - dafür werden die Läufer prämiert, die am nächsten an der Durchschnittszeit auf der Kurzstrecke laufen. Die Durchschnittszeit wird errechnet aus dem Mittelwert des schnellsten und des langsamsten Läufers der Hobbywertung.
       
Altersklassen DM-Wertung:
  • Allgemeine Klasse:     ab 21 Jahre
  • Jugend:                    15-20 Jahre - kurze Strecke

Altersklassen Cup-Wertung

  • Senioren Rennklasse:      ab 21 Jahren (lange Strecke)
2010 wird die Cupwertung für den DAV Skitourencup nur noch in der allgemeinen Seniorenklasse vergeben. In die Gesamtwertung des DAV Skitourencups gehen drei von vier Rennen ein (= ein Streichresultat).
 
Alle Starter, die an mindestens drei der vier Cup-Rennen teilgenommen haben (egal ob auf der kurzen oder langen Strecke), werden nach Abschluss der Rennserie mit einem Giveaway geehrt.
 
Verpflichtendes Material Cup / DM Single, Team & Vertical Race:
 
Als Ausrüstung ist verpflichtend für jeden Läufer mitzuführen:
  • Ski mit Metallkanten , Mindestbreite 60mm unter dem Fuß, Mindestlänge Herren 160cm, Damen/ Jugend 150cm
  • Skitourenbindung mit frontaler und seitlicher Auslösung; die Bindung muss Fersenfreiheit für den Aufstieg erlauben
  • Skitourenschuhe; Schuhe müssen mind. 2 Schnallen haben, über den Knöchel reichen und auf mind. 75% der Sohlenfläche eine Mindestprofiltiefe von 4mm aufweisen 
  • ein paar Stöcke ohne Metallteller
  • Ein Paar Felle (müssen auch im Ziel vorhanden sein!)
  • Handschuhe, die die gesamte Hand bedecken (müssen die gesamte Renndauer getragen werden)
  • Stirnband, Mütze oder Rennanzugkapuze
  • Windjacke winddicht (am Körper oder im Rucksack)
  • Überhose winddicht (am Körper oder im Rucksack)
  • Jeweils zwei lange Lagen Bekleidung Oberkörper und Unterkörper (am Körper oder im Rucksack)
  • VS-Gerät (457 MHz) am Körper. Eingeschaltet!
  • Lawinenschaufel
  • Sonde
  • Rettungsdecke
  • Rucksack mit Möglichkeiten zur Skibefestigung
  • Helmpflicht (Fahrradhelme erlaubt) - auch bei Vertical Race!
  • Der Teilnehmer erhält zwei Startnummern. Eine Startnummer muss auf dem Oberschenkel rechts vorne angebracht werden, die zweite ist auf dem Rucksack zu befestigen.
Zusätzlich kann ggf. durch den Veranstalter vorgeschrieben werden (siehe Ausschreibung der Rennen):
  • für Ober- und Unterkörper jeweils eine weitere Bekleidungsschicht
  • ein oder mehrere zusätzliche Paar Felle
  • Sitzgurt mit Klettersteigset (Jeder Teil des Systems muss eine UIAA Prüfung/ Norm aufweisen)
  • Steigeisen mit mind. 10 Zacken (müssen bei Nicht-Benutzung Zacken gegen Zacken im Rucksack verstaut werden)
  • Sonnenbrille
  • Stirnlampe

Die Vollständigkeit der Ausrüstung obliegt dem Teilnehmer. Eine Kontrolle des LVS-Gerätes wird unmittelbar vor dem Start durchgeführt. Die gesamte Ausrüstung wird direkt nach dem Zieleinlauf (zumindest stichprobenartig) kontrolliert. Fehlende oder mangelhafte Ausrüstung führt zu Zeitstrafen oder Disqualifikation. Der Veranstalter kann zusätzlich vor dem Start eine Überprüfung der gesamten Ausrüstung anbieten.

Streckenführung:
  • Die Strecke ist mit Schildern markiert. Richtungsangaben müssen befolgt werden.
  • Grüne Markierung/ Fahnen = Aufstieg, rote Markierung/ Fahnen = Abfahrt, Gelbe Schilder mit schwarzem Balken = Gefahr. Die Route nicht zu verlieren liegt in der Verantwortung des Teilnehmers
  • Sind Fixseile angebracht, muss in den Abschnitten des Seils immer mindestens ein Karabiner eingehängt sein. Dabei müssen Ski und Stöcke fix am Rucksack befestigt sein.
  • Die Rennleitung kann aufgrund von Witterungsverhältnissen oder aus anderen Gründen jederzeit das Rennen abbrechen. Den Streckenposten ist in diesem Falle unbedingt Folge zu leisten.

Fair Play:

  • Die Anwesenheit beim Athletenbriefing unmittelbar vor dem Start im Startbereich ist für alle Teilnehmer verpflichtend.
  • Die vorgeschriebenen Fell- und Fortbewegungswechsel müssen durchgeführt werden. Dazu sind ausschließlich die markierten Wechselzonen zu benutzen.
  • In Tragepassagen sind die Ski grundsätzlich am Rucksack zu befestigen. Ausnahmen werden beim Athletenbriefing bekannt gegeben.
  • Die Stöcke dürfen während der Wechsel nicht im Rucksack verstaut werden (Verletzungsgefahr anderer Teilnehmer!)
  • Jeder Wettkämpfer muss auf Kommando „Spur“ diese für Überholende freimachen.
  • Jeder Wettkämpfer kann von der Jury aus dem Rennen genommen werden.
  • Zur Hilfeleistung gegenüber einer in Gefahr befindlichen Person ist jeder verpflichtet, falls nicht schon Hilfe geleistet wird.
  • Der Wettkämpfer darf Kontrollpunkte sofort verlassen, außer, ein Offizieller gibt andere Anweisungen.
  • Jegliche Unterstützung durch Außenstehende (Materialgabe, Taktvorgabe etc.) ist nicht erlaubt – außer im Notfall - hier ist der nächstgelegene Streckenposten zu informieren.
  • Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, Ausscheiden oder Aufgabe zu melden. Er hat dafür zu sorgen, dass die Leitung über ihn informiert ist. Kosten einer fahrlässig ausgelösten Suche werden in Rechnung gestellt.
  • Bei allen Wettkämpfen des DAV können Dopingkontrollen durchgeführt werden. Es gelten die gültigen Bestimmungen der NADA.

Teamwettkampf:

  • Zieleinlauf beider Teammitglieder mit maximal 10 Meter Abstand
  • Die Wechselzonen dürfen nur zeitgleich verlassen werden
  • gegenseitige Hilfe im Team erlaubt, jedoch keine Rucksackübergabe im Rennen (Sicherheitsausrüstung jederzeit am Körper); werden die Ski des Partners getragen, so müssen diese ebenfalls am Rucksack befestigt werden. 

Disziplinarbestimmungen:

Die Wettkampfjury kann Zeitstrafen von bis zu fünf Minuten und in groben Fällen die Disqualifikation aussprechen (siehe Zeitstrafenkatalog der ISMF):

  • Am Kontrollpunkt oder im Ziel fehlendes Material
  • Jegliche Unterstützung von Dritten (Ausnahme: Stockbruch; ein Ersatzstock kann nach Meldung beim nächsten Streckenposten angenommen werden)
  • Nichtbeachten der Richtungsmarkierung
  • Nichtbeachtung der Anweisungen der Streckenposten
  • Sportlich unfaires Verhalten
  • Schädigung der Natur und Umwelt / Zurücklassen von Müll auf der Strecke
  • Wenn ein Wettkämpfer den Kontrollpunkt/ Wechselzone nicht passiert, zu früh (Team) verlässt, u.a.
  • Einsprüche: in Schriftform mit Beschwerdegebühr von 30,- € bis 30min nach Aushang der offiziellen Ergebnisliste beim Rennleiter. Der Geldbetrag wird nicht zurückerstattet 
2010 werden vier Wettkämpfe als Cup gewertet (ausschließlich in der allgemeinen Klasse ab 21 Jahren auf der langen Strecke - es gibt keine Altersklassen-Cupwertung mehr. Ebenso entfällt die Cup-Gesamtwertung auf der kurzen Strecke). Die erreichten Punkte werden addiert. Die Reihenfolge der Wettkämpfer erfolgt nach der Reihenfolge der erreichten Punkte. Falls Wettkämpfer gleich platziert sind, erhalten sie die Punkte der niedrigeren Platzierung. Um diejenigen zu unterscheiden, die in der Abschlusswertung gleich platziert sind, wird die Zeit durch Hinzuzählen der Punkte/Zeit-Formel herangezogen. Die Punkte werden durch den mit der Siegerzeit verglichenen Prozentsatz errechnet. Wer dann immer noch gleich platziert ist, bleibt es.
Im Teamwettbewerb erhalten beide Teampartner die gleiche Punktzahl.
Wenn durch Teampaarungen ungleichen Alters zwei Mal die gleiche Punktzahl für einen Läufer vergeben werden müsste, wird zur Unterscheidung ebenfalls die Punkt/ Zeit-Formel herangezogen.
2010 werden die Deutschen Meisterschaften Single, Team & Vertical Race jeweils als Eintagesveranstaltung durchgeführt.
 
 
Partner im Sponsoring Pool der DAV Nationalmannschaft Skibergsteigen:
 
 
 
  
 
 
 
     
 
 
  
 
 
 
 

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