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Walser & Oberstdorfer Hammerspitze

Neue Namen für zwei markante Berge in den Allgäuer Alpen

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Hammerspitzen © Manfred Scheuermann

 

MÜNCHEN. – Es war eine skurrile und verwirrende Situation: Für die Oberstdorfer hieß der eine Berg Hammerspitze, der andere Schüsser. Die Kleinwalsertaler bezeichneten dieselben Berge mit denselben Namen, aber eben genau umgekehrt. Damit ist jetzt Schluss: Der 2169,5 m hohe nordwestliche, dem Kleinwalsertal zugewandte Gipfel heißt ab sofort „Walser Hammerspitze“, und der mit 2260 m höhere und den Oberstdorfern näher liegende südöstliche Gipfel trägt den Namen „Oberstdorfer Hammerspitze“. Einen Berg namens "Schüsser" gibt es in den Allgäuer Alpen also nicht mehr.

 

Die Gunst der Stunde genutzt

Hintergrund dieser außergewöhnlichen Umbenennung war vor allem, dass es bei Rettungseinsätzen immer wieder zu Unklarheiten, Verwechslungen und damit zu gefährlichen Verzögerungen gekommen war. Vertreter der beiden örtlichen Alpenvereinssektionen, DAV-Sektion Oberstdorf und OeAV-Sektion Kleinwalsertal, der zuständigen Gemeinden Mittelberg/Kleinwalsertal und Oberstdorf, der staatlichen Stellen als Grundeigentümer sowie der Rettungsdienste, Polizei und Bergwacht nutzten die Gunst der Stunde, als die Erstellung einer neuen Alpenvereinskarte anstand. Schließlich glückte, was kaum jemand für möglich gehalten hatte: Mit den neuen Namen „Walser Hammerspitze“ und „Oberstdorfer Hammerspitze“ können die Menschen auf beiden Seiten der Berge sehr gut leben. Immerhin gehen die Diskussionen um die verwirrenden Bergnamen bis ins 18. Jahrhundert zurück.

 

Die neuen Namen in der neuen Alpenvereinskarte

Die erste gedruckte Karte mit den neuen Namen ist die druckfrische Alpenvereinskarte BY 2 "Kleinwalsertal - Hoher Ifen, Widderstein“, die am 1. August 2013 auf den Markt kommt. Und sogar die amtlichen Datengrundlagen des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (LVG) in München und des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (BEV) in Wien sind bereits geändert. Diesem Vorbild werden alle Karten- und Führerwerke, Tourismusbroschüren und Internetportale folgen. Außerdem werden neue Hinweisschilder an den Wanderwegen, Hütten und Seilbahnstationen angebracht.

 

 

 

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