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Frau stürzt in Münchner Kletterhalle tödlich ab

06.10.2014, 07:23 Uhr

Am Sonntag, 5. Oktober, ereignete sich um ca. 14.15 Uhr im DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Süd ein schwerer Kletterunfall. Eine 45-jährige Münchnerin stürzte aus rund dreizehn Metern Höhe auf den Boden und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Noch ist der Unfall nicht abschließend geklärt. Die zuständigen Behörden ermitteln, Sachverständige sind eingeschaltet.

 

Nach Zeugenaussagen kletterte die Münchnerin zunächst im Toprope, die Seilsicherung kam also von oben. An der Seilumlenkung angelangt wollte sie von ihrem Ehemann, der sie gesichert hatte, abgelassen werden. Zu diesem Zweck setzte sie sich ins Seil, das sie aber nicht hielt. Nach derzeitigem Kenntnisstand führte ein nicht korrekt geknüpfter Anseilknoten zum Absturz. Die Verstorbene und ihr Ehemann waren privat zum Klettern in die Halle gekommen.

 

Ein tödlicher Unfall hatte sich im DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Süd zuvor noch nicht ereignet. Auch ansonsten sind tödliche Unfälle in Kletterhallen in Deutschland sehr selten. Der letzte dem DAV bekannte derart folgenschwere Unfall ereignete sich 2010.

 

Der Deutsche Alpenverein und das DAV Boulder- und Kletterzentrum München Süd sind von dem Unfall sehr betroffen. Ihr tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen der Verstorbenen.

 

 

 

Zur weitere Information hier die Pressemeldung der Polizei Bayern im Wortlaut:

 

Tödlicher Kletterunfall in Thalkirchen

 

MÜNCHEN. Am Sonntag, 05.10.2014, befand sich gegen 14.15 Uhr eine 45-jährige Münchnerin zusammen mit ihrem Ehemann beim Klettern in einer Kletterhalle im Münchner Süden.

 

Die Frau kletterte mit ihrer eigenen Kletterausrüstung, die sie sich selbst angelegt hatte. Ebenfalls hatte sie sich selbst mit dem Sicherungsseil eingebunden. 

Nachdem die Frau die Kletterwand mit einer Schwierigkeitsstufe 5+ bis 6- bis nach oben geklettert war, wollte sie wieder hinabsteigen. Dabei verlor sie den Halt in der Kletterwand und sackte kurz in ihren Sitzgurt. 

Da den ersten Ermittlungen nach der Sicherungsknoten nicht korrekt eingebunden war, löste sich das Sicherungsseil aus ihrem Sicherungsgurt und die Frau stürzte ca. 13 Meter zu Boden. Dabei zog sie sich schwerste Verletzungen zu. Sie musste unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in ein Klinikum gebracht werden. Dort verstarb sie kurze Zeit später. 

Nach bisherigen Ermittlungen ist dem Ehemann kein Fehlverhalten vorzuwerfen.

 

Quelle: www.polizei-bayern.de