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Aktion Schutzwald wieder fast ausgebucht

29.03.2017, 08:17 Uhr

Hacke statt Handy

Auch 2017 erfreut sich die Bergwald-Initiative des Deutschen Alpenvereins einer gewaltigen Resonanz. Für die 20 Aktionswochen des Jahres sind nur noch wenige Plätze zu vergeben. Die seit 1984 bestehende Aktion Schutzwald hat sich im Lauf der Jahre zu einer echten Erfolgsstory entwickelt: Jahr für Jahr pflanzen die freiwillige Helferinnen und Helfer bis zu 10.000 Setzlinge in den bayerischen Alpen. Darüber hinaus bauen und reparieren sie Zugangswege und Zäune, räumen Sturmflächen und pflegen den Jungwald. Übernachtet wird bei den fünftägigen Aktionen, die in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung erfolgen, zumeist in einfachen forstlichen Diensthütten. Eine Teilnehmerin des vergangenen Jahres hat ihre Erlebnisse so formuliert:  „Das Leben auf den urigen Hütten ist einfach ganz anders. Man hat oft keinen Handyempfang oder nur einen Brunnen zum Waschen. Dafür viel Zeit für sich und die vielen interessanten Leute, die man in der Woche kennenlernt.“

 

 

Gemeinsam für einen widerstandsfähigen Wald

Die Bergwälder des bayerischen Alpenraums sind an kühle Temperaturen und hohe Niederschlagssummen angepasst. Durch den Klimawandel stehen sie unter einer großen Belastung. Zunehmende Schadstoffe in der Luft verringern jedoch ihre Widerstandskraft. Das vorrangige Ziel der Aktion Schutzwald ist es daher, durch sorgfältige Pflege einen robusten Berg(misch)wald zu schaffen, der einen natürlichen Schutz vor Hochwasser, Steinschlag und Lawinen darstellt und einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung leistet. „Der Wald ist ein ganz entscheidender Faktor des hochkomplexen Natursystems Alpen. Ohne ihn wären viele Teile der bayerischen Alpen nicht bewohnbar. Und natürlich ist er auch ein wichtiger Lebensraum für Wildtiere,“ fasst Daniela Rister, Projektverantwortliche beim DAV, die Bedeutung des Bergwaldes zusammen.

 

Teilnahmevoraussetzungen

Freiwillige Helferinnen und Helfer ab 18 Jahren – egal ob DAV-Mitglied oder nicht –

können allein oder als Gruppe an den Aktionen teilnehmen. Man sollte Trittsicherheit und eine gute Kondition mitbringen, da die Arbeiten zum Teil in steilem Gelände abseits der Wege durchgeführt werden. Anmeldeschluss ist in der Regel vier Wochen vor Aktionsbeginn. Wer keinen Platz bei einer der Aktionen bekommt, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen. Für die Mithilfe erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Unkostenpauschale. Zudem stellt DB Regio Bayern für die Hin- und Rückreise Bayerntickets zur Verfügung.

 

Weitere Informationen zum Programm und das Formular zur Anmeldung gibt es unter http://www.alpenverein.de/aktion-schutzwald