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Bike und Berg

Keine Spuren hinterlassen

Auf Schotterpisten, Waldwegen, Singletrails können Mountainbikes ihre Fähigkeiten optimal ausspielen. Natürlich nur, wenn ein entsprechend versierter Fahrer im Sattel sitzt. Aber nicht nur fahrtechnisches Können ist entscheidend, sondern auch rücksichtsvolles Verhalten in Natur und Umwelt. Schließlich sollen Wege nicht beschädigt, Wildtiere und Pflanzenbewuchs ungestört bleiben und andere Wegenutzer nicht beeinträchtigt werden.

Gerade im Gebirge ist die Pflege des Wegenetzes besonders anspruchsvoll. Jäger, Förster, Grundeigentümer und DAV-Sektionen erfüllen wichtige Aufgaben beim Unterhalt der Wege. Schon kleine Schäden können beim nächsten Unwetter schwerwiegende Folgen haben. Als Mountainbiker gilt es deshalb die Wege zu schonen und keine Spuren zu hinterlassen.

 

Fußgänger haben Vorrang

Um Konflikte mit der Jagd zu vermeiden, sollte man mit dem Mountainbike nicht in der Dämmerung oder nachts unterwegs sein. Zudem sind viele Wildtiere gerade in dieser Zeit aktiv und dabei gleichzeitig besonders störungsempfindlich. Auch auf Weidevieh muss mit angepasster Fahrweise Rücksicht genommen werden. Dazu zählt auch, Viehgatter unbedingt wieder zu schließen.

Ein Grundsatz der überall gilt: Fußgänger haben Vorrang. Deshalb sollten schmale Wege nur genutzt werden, wenn wenige Wanderer unterwegs sind. Weitere Regelungen, wie festgelegte Mindestbreiten für genutzte Wege oder Beschränkungen in Schutzgebieten sind regional sehr unterschiedlich. Hier heißt es, sich vor einer Tour gewissenhaft zu informieren.

 

Verhaltenstipps

Nur geeignete Wege benutzen

  • Querfeldeinfahren ist grundsätzlich verboten! Ausnahme: speziell ausgewiesenes Gelände.
  • Beurteilen Sie die Eignung des Weges abhängig von Witterung und Tageszeit, Fußgängern und Steilheit.

Keine Spuren hinterlassen

  • Nie die Reifen des Bikes blockieren! Dies erzeugt tiefe Spuren und verstärkt die Erosion.
  • Bei Nässe und Matsch auf steilen, erdbedeckten Wegen ist es sinnvoll, das Rad zu schieben.

Rücksicht nehmen auf Mitsportler

  • Erschrecken Sie Mitsportler nicht durch hohe Geschwindigkeit oder blockierende Reifen, passieren Sie sie langsam mit Abstand.
  • Wer auf Single-Trails ausweichen muss, sollte absteigen und mit dem Rad zur Seite gehen.

Rücksicht nehmen auf Wildtiere und Weidevieh

  • Bewegen Sie sich leise in der Natur, um Wildtiere nicht in Panik zu versetzen.
  • In Dämmerungs- und Nachtstunden sind Wildtiere besonders störungsempfindlich. Nur tagsüber biken, bei Dämmerung Single-Trails meiden.
  • Nähern Sie sich Weidevieh mit angepasster Fahrweise. Zur Rücksichtnahme zählt auch, Viehgatter unbedingt wieder zu schließen!

Umwelt- und klimafreundlich anreisen

  • Zur Anreise möglichst öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad benutzen.
  • Die Länge der Tour und der Anfahrtsweg mit dem Pkw sollten in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
 

Positionspapier

Mountainbiken im DAV

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Der Verbandsrat hat 2015 das Positionspapier Mountainbike des DAV verabschiedet. Damit ist eine hervorragende Grundlage für die weitere Arbeit des DAV im Bereich Mountainbike geschaffen worden. Die rasante Entwicklung und Ausdifferenzierung des Mountainbikens sowie die inzwischen hohe Anzahl der Aktiven erfordert ein breites Grundverständnis für ein gelingendes Miteinander von Fußgängern und Radfahrern und ein verantwortungsbewusstes Ausüben der Sportart im Einklang mit Natur und Umwelt. Mit dieser Erklärung bezieht der DAV Position, spricht Handlungsempfehlungen aus und bietet eine partnerschaftliche Zusammenarbeit an. 

Mountainbiken

Wichtige Vereinsaktivität und beliebte Freizeitbeschäftigung

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Mit einem Zweirad aus eigener Kraft in die Berge zu fahren ist umwelfreundlich, praktisch und erlebnisreich – und hat eine lange Tradition. Schon Bergvagabunden wie Hermann Buhl und Anderl Heckmair sind mit dem Drahtesel in die Berge aufgebrochen. Damals war es schlicht das günstigste Verkehrsmittel, um zu den Bergen zu gelangen.