dav-logo-freigestellt 120x57

Alpine Raumordnung - ein Naturschutzinstrument

Die Alpen müssen gleichermaßen die Rolle als Wirtschafts-, Siedlungs-, Erholungs- und Naturraum erfüllen. Die Alpine Raumordnung versucht durch integrative Raumordnungs-Konzepte eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes mit zu gestalten: d.h. unberührte alpine Natur für nächste Generationen bewahren, Biodiversität erhalten, gleichzeitig aber auch attraktive Wirtschaftsräume schaffen.


Die Alpen sind das am stärksten erschlossene Hochgebirge der Welt. Betrachtet man die räumliche Nutzung, treten aber hohe Disparitäten zu Tage.

Auf engem Raum grenzen ausgeprägte Wirtschafts-und Siedlungsräume an strukturell benachteiligte Gebiete, die dieser Entwicklung nicht teilhaben konnten.

 

Nutzungskonflikte stehen auf der Tagesordnung

Die naturbelassenen Räume erfüllen in den Alpen gleich mehrere wichtige Funktionen: Erhalt der alpinen Landschaft, Rückzugsräume für Wildtiere, Erhalt der Artenvielfalt, Betätigungsraum für Bergsport.

Die Nutzungsansprüche an die naturbelassenen Räume nehmen weiter zu: Skigebiete expandieren und schließen sich zusammen, Wasserkraftwerke bedrohen Talschlüsse oder die noch frei fließenden Gebirgsflüsse. Der Rückzugsraum vieler Wildtiere und die Attraktivität ganzer Regionen für den Bergsportler ist bedroht.

 

Aufgaben der alpinen Raumordnung

Der Begriff der alpinen Raumordnung umschreibt die Bemühen, vor allem die alpine Erholungslandschaft und naturbelassene Rückzugsräume vor weiteren technischen Erschließungen zu bewahren.

 

Die Aufgaben der alpinen Raumordnung umfassen:

  • Strategien zur Vermeidung und Unterbrechung der Wachstumsspirale der Tourismusinfrastruktur entwickeln
  • Alternativen zu technisiertem Tourismus finden
  • Festlegung räumlicher Ausbaugrenzen touristischer, energiewirtschaftlicher und verkehrstechnischer Erschließungen
  • Erhaltung der naturnahern Räume als Ergänzung zu den intensiv genutzten Wirtschafts- und Siedlungsräumen