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Schmuckstück der alpinen Hüttenkultur

05.04.2017, 00:01 Uhr

Die Stüdlhütte der Sektion Oberland, die am Großglockner inmitten der grandiosen Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern liegt, feiert heuer gleich zwei Jubiläen: Der Neubau der Hütte wurde 1997, vor 20 Jahren eröffnet, und seitdem ist auch der Hüttenwirt Georg Oberlohr heroben. Ihren Namen hat die Hütte von einem der Gründungsväter des Alpenvereins erhalten: dem Prager Kaufmann Johann Stüdl. Die Stüdlhütte war damit 1868 die erste Hütte des neu gegründeten Bergsteigervereins.

 

Und noch heute ist sie ein Schmuckstück der alpinen Hüttenkultur. Die energieeffiziente Bauweise, die ausgezeichnete Lage und die freundliche Bewirtung machen die Stüdlhütte zu einer beliebten Unterkunft für Wanderer und Alpinisten. Das Pächterpaar Georg Oberlohr und Elvira Sieber bewirtet die Gäste der neuen Stüdlhütte von Anfang an. Da die Hütte auf über 2800 Meter recht hoch gelegen ist, ist eine so reichhaltige Kost, wie man sie auf der Stüdlhütte angeboten bekommt, durchaus bemerkenswert. Nicht zuletzt ist sie dem unermüdlichen Engagement des Hüttenwirte-Paars zu verdanken. Besonders die frischen Salate, die Georg und Elvira ihren Gästen seit nunmehr 20 Jahren zubereiten, suchen in vergleichbar hochalpinen Lagen ihresgleichen.

 

Die Stüdlhütte ist zu Fuß in 2,5 bis 3 Stunden zu erreichen. Sie ist Stützpunkt der bekannten Routen auf den Großglockner zum Beispiel über den Stüdlgrat oder den Normalweg über die Erzherzog Johann Hütte (Adlersruh). Auch die Umrundung des Großglockners kann von der Stüdlhütte aus in Angriff genommen werden. Zwar ist die Schneelage heuer nicht so üppig wie in anderen Jahren, man kann aber immer noch problemlos vom Parkplatz Lucknerhaus mit Skiern oder Schneeschuhen zur Stüdlhütte aufsteigen, die noch bis voraussichtlich 7. Mai zur Skihochtourensaison geöffnet ist. Und vom behaglichen Quartier aus kann man dann eine der reizvollen Touren auf, an und um den Großglockner starten. Die Paradetour ist natürlich der sehr anspruchsvolle Stüdlgrat auf den höchsten Berg Österreichs, an dem derzeit für die Besteigung mit Steigeisen gute Bedingungen herrschen. Für die etwas gemäßigteren Skihochtourengeher empfiehlt Hüttenwirt Georg Oberlohr vor allem die abwechslungsreiche, mittelschwere Tour unter dem Teufelskamp entlang auf den Romariswandkopf mit seiner fantastischen Aussicht. Allerdings, so Oberlohr, darf man die Spaltengefahr nicht unterschätzen: „Für die Querungen des Teischnitz- und des Fruschnitzkeeses sind Gletscherausrüstung und alpine Erfahrung unbedingt erforderlich.“

Die Hüttenwirtsleute und ihr Serviceteam freuen sich auf Ihren Besuch!

 

Weitere Informationen zur Hütten und den Tourmöglichkeiten finden Sie hier: