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2016-03-02 17:10:00

Gemeinsames Symposium des AVS, DAV und ÖAV

Besucherrekord beim Hüttenfachsymposium 2016

Axel Klemmer spricht über Wege im Wandel (Foto: DAV)

Axel Klemmer hält den Impulsvortrag, Foto: ZUK Benediktbeuern

 

Am 26./27. Februar 2016 fand im Kloster Benediktbeuern das 16. internationale Hüttenfachsymposium unter dem Titel „Alpine Infrastruktur im Wandel – Herausforderungen und Lösungsansätze“ statt. 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Alpenvereins.

 

Zum Auftakt des Symposiums nahm Axel Klemmer die Gäste mit auf alpine Wege im Wandel. Mit eindrucksvollen Bildern zeigte er die Veränderungen in den Tälern und den Gebirgen der Alpen. Im Trend zur Zertifizierung von "Premiumwegen" sieht er einen Gegensatz zu den immer rarer werdenden "Premium"-Reservaten für die Freizeit. 

 

Teilnehmer der Podiumsdiskussion (Foto: ZUK Benediktbeuern)
Teilnehmer der Podiumsdiskussion (Foto: ZUK Benediktbeuern)

Nach dem Blick auf die alpinen Wege folgten Präsentationen über gelungene Hüttenprojekte. Insbesondere der im vergangenen Jahr eingeweihte Ersatzbau der Höllentalangerhütte unter der Zugspitze sowie deren Hüttentechnik standen am ersten Veranstaltungstag im Mittelpunkt, bevor sich am späten Nachmittag der Schwerpunkt auf den Hüttenbetrieb und insbesondere die Hütten-Gäste richtete. Ein wichtiger Vorgang im Hüttenbetrieb sind auch die Übernachtungsreservierungen die in naher Zukunft auch online möglich sein werden.

 

Damit in Bezug steht auch das Thema der diesjährigen Podiumsdiskussion "75% Regel - Ist das Mitgliedervorrecht noch zeitgemäß?", wonach Hüttenwirte nur 75% der Übernachtungsplätze vorab reservieren dürfen und ein Viertel der Schlafplätze für kurzentschlossene Gäste freihalten müssen. Nach der kontroversen Diskussion zeichnete sich eine mehrheitliche Meinung für eine Anpassung der Regelung ab. DAV-Geschäftsbereichsleiter und Moderator Hanspeter Mair hält eine 90% Regel für möglich, die dennoch ausreichend flexibel ist, um spontane Hüttenbesucher eine Unterkunft zu ermöglichen. 

 

 

Hüttenbau und Hüttentechnik

Auch der zweite Tag ermöglichte es den Teilnehmern interessante Bauprojekte des vergangenen Jahres kennenzulernen. Die gelungene Erweiterung der Winnebachseehütte und der Ersatzbau des Annaberger Hauses, der in äußerst kurzer Zeit umgesetzt wurde, wurde dem interessierten Publikum präsentiert. Zum Abschluss des Symposiums bekam die Hüttentechnik nochmals ausreichend Raum - schließlich funktioniert die schönste Hütte ohne angepasste Technik nicht. Besonderes Augenmerk erhielten die ökologische Energieversorgung sowie die Abwasserreinigung diverser Hütten. Die Beiträge boten neben einem Überblick über die Maßnahmen auch kritische Erfahrungsberichte und Tipps zur Umsetzung.

 

Zwischen den Beiträgen sowie während des Abendprogramms war ausreichend Zeit für einen umfassenden Erfahrungsaustausch unter Teilnehmern, Referenten und Fachausstellern, die dem Hüttenfachsymposium in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord bescherten.

 

Volle Reihen beim Symposium 2016 (Foto: ZUK Benediktbeuern)
Volle Reihen beim Symposium 2016 (Foto: ZUK Benediktbeuern)

 

Die Tagungsbeiträge des Symposiums finden Sie hier!

 
 

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