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2012-07-06 10:58:00

50 Jahre Blaueishütte

Hütten im Wandel der Zeit - Zwischen Tragödie und Aufschwung

Blaueis Fenster

1955: die Tragödie

Bei einer winterlichen Vorbereitungstour für eine seiner Himalaya-Expeditionen entdeckte am Silvester 1955 der damals in Ramsau lebende  Herman Buhl, dass die Blaueishütte durch eine Lawine bis auf die Grundmauern zerstört worden war. Die Sektion Hochland in deren Arbeitsgebiet die Hütte lag, konnten einen Neubau der 1922 eröffneten alten Hütte an anderer Stelle nicht finanzieren. 
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1958: der Neuanfang

Die Sektion Berchtesgaden übernahm das Arbeitsgebiet und begann am 14.09.1958 etwa 100 m tiefer mit dem Bau der heutigen Blaueishütte.
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1958 - 1962: die harten Jahre

Die Bauzeit betrug ganze drei Jahre, das erste Jahr waren vier Arbeiter damit beschäftigt die Steine, die zum Bau benötigt wurden vor Ort in die richtige Größe zu bringen. Zahlreiche Arbeiter aus dem Ramsauer Tal, aber auch viele ehrenamtliche Helfer, packten tatkräftig zu.  Der Transport der Materialien erfolge durch Träger, Maultiere und zum Teil bereits mit Hubschraubern.  Die heutige Hütte, wurde am 28.07.1962 von Kardinal Döpfner eingeweiht.
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1962-2010: die Sturm und Drang Zeit

50 Jahre blieb die Hütte beinahe unverändert, erfreute sich aber ständig  steigender Beliebtheit, so stiegen die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren auf über 5.500.
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2011-2012: Aufbruch in eine neue Zeit 

In den Jahren 2011 / 12 wurden umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt, um die Hütte auf die neuesten Umweltstandards zu bringen und den Hüttenpächtern ihre Arbeit zu erleichtern.
 
Insbesondere die Abwasser- sowie die Energieversorgungssituation, der im Nationalpark Berchtesgaden gelegenen, Hütte wurde verbessert: Nach einer Planungsphase, die sichüber 15 Jahre hinzog und der Auswertung mehrerer Gutachten entschied man sich, die Entsorgung der Hütte künftig durch eine Abwasserableitung ins Tal zu lösen. In diesem Zuge wurde die Hütte auch gleich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Die Bauarbeiten erfolgten Großteils im Sommer 2011. Der Kanal wurde dabei weitgehend im Hüttenweg verlegt. 
 
Schreitbagger unter der SchärtenalmLediglich im obersten Teil wurde der Kanal mit einem Schreitbagger unter strengen Umweltauflagen und mit einer ökologischen Bauleitung vor Ort durch das freie Gelände gegraben. Am 28.06.2012 wurde die Hütte an das örtliche Kanalnetz der Gemeinde Ramsau und das Stromnetz angeschlossen.
  
Vorbereitung zum SprengenVorbereitung zur Wegesprengung um den Kanal zu verlegen
  
Wandteil im AnflugNeben der Verbesserung der Ver- und Entsorgung wurden auch an der Hütte Bauarbeiten durchgeführt. So entstand ein Erweiterungsbau in Holzständerbauweise. In dem nun  ein, von den zahlreichen auf der Hütte stattfindenden Kletterkursen lang ersehnter, Trockenraum realisiert wurde. Im Untergeschoss wurden neue, erweiterte Sanitäranlagen, sowie neue Räumlichkeiten für die Pächter untergebracht. Im Erdgeschoss erfolgte zudem eine Erweiterung der Küche.
   
TerrasseVor der Hütte entstand eine neue Panorama - Terrasse aus Holz mit wunderschönem Blick auf die Gipfel des Hochkaltermassivs und den im Tal gelegenen idyllischen Hintersee. Mit finanziellem hohem Aufwand wurde die Hütte von der Sektion Berchtesgaden mit Unterstützung des DAV-Hauptvereins, der Gemeinde Ramsau sowie dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein auf einen zeitgemäßen Stand gebracht. Eine Übernachtung auf der Blaueishütte, um am nächsten Tag einen der anspruchsvollen Gipfel um die Hütte zu besteigen oder eine der vielen Klettertouren zu machen, lohnt sich mehr denn je.  
 
 

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