Das Klettersteiggehen ist als eigene Spielform des Alpinismus anerkannt und erfreut sich großer Beliebtheit. Sowohl im Programm der Sektionen des Alpenvereins, im Kursprogramm privater Anbieter als auch im privaten Freizeitsport hat das Begehen von Klettersteigen einen festen Platz.
Klettersteige ermöglichen einem großen Personenkreis ohne allzu große Vorkenntnisse einzigartige Bergerlebnisse in vergleichsweise extremem Gelände. Infolge dieser Faktoren ist in den vergangenen Jahren ein alpenweiter Trend zur
Neuerschließung von Klettersteigen zu beobachten. Diesem stehen die Alpenvereine grundsätzlich kritisch gegenüber.
Gleichzeitig muss es aber Ziel sein, diese Entwicklung so mitzugestalten, dass negative Auswirkungen auf Natur und Landschaft vermieden werden. Ebenso hat sich der DAV die Aufgabe gestellt, die Sicherheit auf Klettersteigen zu erhöhen. Das betrifft
Bau, Sanierung und Wartung von Klettersteigen als auch die Ausrüstung zum Begehen einer Via Ferrata.
Lust auf . . .
Sportklettersteige
Meist sportlich ausgerichtete, mit durchgehendem Stahlseil versehene Kletteranstiege in steilem Felsgelände. Für die Begehung sind in der Regel überdurchschnittliche konditionelle Fähigkeiten und ein Klettersteigset notwendig. In manchen modernen Sportklettersteigen gibt es spektakuläre Installationen wie Hängebrücken oder „Seilbahnen“.
Klassische Klettersteige
Mit durchgehendem Drahtseil versehen führen klassische Klettersteige durch im Vergleich zu den Sportklettersteigen weniger steiles Gelände. Auch für ihre Begehung ist die Verwendung eines Klettersteigsets notwendig.
Versicherte Steige
Versicherte Steige weisen kein durchgehendes Sicherungsseil auf. Im Wegverlauf auftretende, schwierige und ausgesetzte Stellen können abgesichert sein. Versicherte Steige werden meist ohne Klettersteigset begangen.
Klettersteigverhältnisse
Die Betreiber von Klettersteigen unterliegen der Verkehrssicherungspflicht. Beschädigungen sollten umgehend an diese gemeldet werden, damit eine Reparatur vorgenommen werden kann. Informationen über den Zustand von Klettersteigen kann man auch im
Tourenbedingungen-Portal erhalten.
Das Begehen von Klettersteigen erfordert die sogenannte „Klettersteigsicherung", die einen eventuellen Sturz abfangen soll.
Tourenplanungsformular-Sommer
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Ein Klettersteigset besteht aus:
- Anseilgurt
- Klettersteigbremse, empfohlen die „Y-Form", mit zwei Klettersteigkarabinern zum Einhängen in das Stahlseil
- Steinschlaghelm
Handgriffe und Anwendung der Klettersteigsicherung:
- Es gilt das „Prinzip des stetigen Gesichert-Seins": Mindestens ein Karabiner ist immer im Stahlseil eingehängt.
- An den Verankerungspunkten des Seilgeländers wird der Karabinerwechsel so vorgenommen, dass zuerst ein Karabiner vor der Fixpunkt eingehängt wird, bevor der andere dahinter ausgehängt wird.
- Bei der Bremse in Y-Form können beide Karabiner eingehängt bleiben, ohne dass die dynamische Wirkung verloren geht.
Literaturempfehlung:
- Klettersteiggehen, BLV Verlag, ISBN 978-3-8354-0864-7
- DVD Erlebnis Klettersteig, DAV
Zum DAV-shop
Broschüre Klettersteiggehen
, 5,9 MB
Alpin Extra Klettersteiggehen
, 16,9 MB
Klettersteige mit Kindern
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Testbericht Klettersteigsets
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Schwierigkeitsgrade-Klettersteiggehen.pdf
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