Als Geburtsstunde des Bergsteigens wird einerseits die Erstbesteigung des Mont Ventoux (1.912 m) 1336 durch Petrarca, andererseits 1492 die Besteigung des Mont Aiguille (2.085 m) durch Soldaten betrachtet. 1358 glückte die Besteigung des 3.538 m hohen Rocciamelone in Italien.
Bergsteigen - das ist der Moment, wo man das Herz in die Hände nehmen muss und die Augen in die Füße, wo „Trittsicherheit und Schwindelfreiheit“ gefragt sind und langfristig erworbene Erfahrung, Bewegungstechnik und Orientierungsfähigkeit – der Moment, der keine Drahtseil-Installation und keinen Flying Fox braucht, um intensive Gefühle zu erzeugen.
Bergsteiger sind unterwegs:
- auf anspruchsvollen Bergwanderungen
- auf leichten und flachen Gletschern
- auf einfachen kombinierte Touren
- im Fels mit kurzen Passagen bis II. Grad,
- auf Klettersteigen
- und übernachten auf Bergsteigerhütten
Souverän durch Schrofen und leichten Fels: Das ist kein Viertausender oder Siebener. Aber es ist der Schlüssel zu einem einsamen, intensiven Bergerleben wie vor hundertfünfzig Jahren – und die Tür öffnet sich zu einem unermesslichen Revier voller Möglichkeiten.
Bergsteiger sind die "erfahrenen Bergwanderer“, die sich von der Leidenschaft des „
Alpinwanderns“ inspirieren lassen. Der Begriff ist gut gewählt, denn auf solchen alpinen Routen sind komplexe bergsteigerische Fähigkeiten gefragt, die über klassisches Wandern hinausgehen; aber „echtes“ Klettern oder „echte“ Hochtouren sind sie eben auch nicht. Mit der UIAA-Skala für Kletterschwierigkeiten, von I über II bis XI, lassen sich ihre Anforderungen also nicht korrekt erfassen, denn solider Fels ist dort oft rar gesät.
DAV_Gehzeitrechner
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Formel Gehzeitberechnung
, 11 kb
Tourenplanungsformular-Sommer.pdf
, 221 kb
Tipps für Schrofen, leichten Fels, Steinschlagbereiche, Moränengelände:
· Schräg auf- oder absteigen
· Gruppenaufteilung: geschlossen steigen
· Helm aufsetzen
· Eventuell einzeln gehen
· Tempowechsel in Gefahrenbereichen
· der schwächste in der Gruppe hinter dem stärksten
· Hilfestellung geben, eventuell Tritte ansagen
Tipps für Queren auf harten Firnhängen:
· Liegestütztechnik mit seitlichen Nachstellschritten
· Bergbein kerbt mit der Sohlenkante und Talbein keilt die Ferse ein
· Wahl der günstigsten Technik nach Schneehärte, Hangsteilheit
· Überlegtes, ruhiges Tritte schlagen
· Gleichgewichtslage, Oberkörper- und Beinpositionen
· Sinnvoller Einsatz von Stützhilfen
Tipps für steiles Grasgelände:
· Steile Grashänge werden in ihrer Gefährlichkeit unterschätzt!
· solches Gelände meiden / umgehen
· Besonders gefährlich bei Nässe / Vereisung
Tipps für Geröllhalden:
· Grobe Geröllfelder eignen sich besonders für den Aufstieg.
· Feine Geröllfelder eignen sich besonders für den Abstieg.
· Steinschlaggefahr beachten, vor allem in Seitenmoränen.
· Mit dem Auge vorausschauend den idealen Weg suchen;
· Achtung auf nasse Flechten;
· Hände aus Handschlaufen bei Benützung von Skistöcken!