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Berglandwirtschaft

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Die traditionelle Form der Landwirtschaft in den Alpen, die Almwirtschaft, hat das Landschafts- und Erscheinungsbild der Alpen massiv geprägt. Ein Artikel über die Entwicklung und Bedeutung der Berglandwirtschaft.

Bergwald ist Schutzwald

Bergwaldbewirtschaftung

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Die Wälder in den Alpen haben eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Im Mittelalter erlebte der Schutzwald im Alpenraum erste Beeinträchtigungen durch den Menschen. Für das Befeuern der Brennöfen für die Eisen- und Salzproduktion wurde viel Holz benötigt, außerdem wurde der Wald für neue Siedlungen und zur Gewinnung von Weideland gerodet. Im 19. Jahrhundert war der Bergwald im Alpenraum bereits stark dezimiert und von ausgedehnten Kahlschlägen geprägt. Umwelteinflüsse wie Stürme, Lawinen- und Murenabgänge setzten dem geschwächten Wald weiter zu. Als Reaktion darauf wurden staatliche Maßnahmen zum Erhalt des Schutzwalds und dem sogenannten Waldumbau eingeführt. Ziel war und ist es, die überalterten Bestände standortfremder Monokulturen abzubauen und die dadurch frei werdenden Flächen zunehmend in eine stabile, standortgerechte Waldstruktur zu überführen. Denn die Täler und der Siedlungsraum der Alpen wären heute ohne einen funktionsfähigen Schutzwald nicht nutz- und bewohnbar. Der DAV greift den Bemühungen um den Bergwald mit der Aktion Schutzwald unter die Arme. 

Tiere in den Alpen

Gämsen, Steinadler und Co

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Eine Auswahl

Die Alpen sind Heimt einer Vielzahl von Tieren, die sich an diesen speziellen Lebensraum angepasst haben.  Gämsen sind über den gesamten Alpenraum verbreitet und im Sommer in Höhen bis zu 3000 Meter anzutreffen. Der Steinbock war im 18. Jahrhundert fast ausgerottet, seine Bestände haben sich dank entschlossener Schutzmaßnahmen und Auswilderungen von Tieren aus der Gran-Paradiso-Region alpenweit wieder erholt. Weitere typische Säugetiere der Alpen sind Reh, Fuchs und Hermelin. Wieder auf dem Rückmarsch sind Raubtiere wie Luchs, Braunbär und Wolf. Einige Vogelarten fühlen sich in Höhen von 2000 bis zu 3500 Metern heimisch, am bekanntesten ist wohl das Alpenschneehuhn. Die imposantesten Alpenvögel sind der Steinadler und der Bartgeier mit Flügelspannbreiten von 2 bis knapp 3 Metern. 

Klima der Alpen

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Ein einheitliches Alpenklima gibt es nicht, da die regionalen Unterschiede enorm sind. Grob abgrenzen kann man jedoch das trockene, kontinental geprägte Klima der inneralpinen Täler von dem feuchten Klima der alpinen Randlagen. Die inneralpinen Täler sind dank ihrer abgeschirmten Lage mit 600 bis 1000 mm Niederschlag pro Jahr relativ niederschlagsarm und weisen im Vergleich zu alpinen Randlagen eine bis zu 1 ° C höhere Durchschnittstemperatur auf. Dadurch liegt die Baumgrenze in den Zentralalpen, zum Beispiel im Ötztal, deutlich höher als in den Randlagen der Nordalpen, wie etwa dem Wettersteingebirge. Vor allem im Winter sind die inneralpinen Täler deutlich niederschlagsärmer – dort liegt deshalb auch weniger Schnee – als die Randlagen mit teilweise tagelang anhaltenden Stauniederschlägen. Der Alpenraum ist vom Klimawandel überdurchschnittlich stark betroffen. Er hat sich seit dem späten 19. Jahrhundert doppelt so stark erwärmt wie der globale Durchschnitt, etwa um 2 °C. Auch der DAV ist daher vom Klimawandel betroffen und setzen sich für einen aktiven Klimaschutz ein.   

Geologie und Böden

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Geologie und Gebirgsbildung Die Alpen sind vor etwa fünfzig Millionen Jahren durch das Zusammentreffen der europäischen Platte mit einem Teile der afrikanischen Platte entstanden. Somit sind die Alpen ein sehr junges Gebirge. Weite Teile der Voralpen an der westlichen und östlichen Randlage bestehen aus Kalkgestein, die Gebirgsstöcke der West- und Zentralalpen sind, mit kleinräumigen Ausnahmen, aus kristallinen Gesteinen wie Gneis oder Granit. Die Eiszeiten übten den größten Einfluss auf das heutige Landschaftsbild aus: Täler wurden durch das Abschmelzen der Gletscher ausgeschürft und verbreitert. Terrassen, Moränen und viele weitere eiszeitliche Landschaftsformen sind so entstanden. Alpine Böden Neben der mineralogische Zusammensetzung des Untergrunds sind vor allem das Klima und die Vegetation für die alpine Bodenbildung hauptverantwortlich. Besonders in den Höhenlagen können sich Böden aufgrund der starken Temperaturwechsel nur schwer bilden. Die meisten alpinen Böden sind sehr jung, insbesondere weil die Gletscher der letzten Eiszeit fast alle älteren Reste weggeschliffen haben.  

Wasser in den Alpen

Alpine Flüsse und Wasserkraft

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Flüsse und Bäche beeinflussen in besonderem Maß das Relief der Gebirgslandschaft.

Das Wasser der Alpen speist die großen Flüsse Po, Rhône, Rhein und Donau. Die Rhône entspringt im Talschluss des Wallis, nur wenige Kilometer von der Rheinquelle entfernt. In den Po entwässern fast alle Flüsse südlich des Alpenhauptkamms. Der Inn entspringt erstaunlich weit südlich im Engadin und mündet, wie auch die Drau und ihre Zuflüsse, in die Donau. Die Wassermenge, die durch Gebirgsbäche und -flüsse in Richtung der großen Ströme des Flachlands fließt, ist stark von der Jahreszeit abhängig. Im Winter wird das Wasser als Schnee gebunden, um dann mit der Schneeschmelze in großen Mengen abzufließen. Da die Hochgebirgsböden wenig Speichervermögen besitzen, fließt das Wasser fast ungehindert ab. Wenn dazu starke Niederschläge kommen, kann dies zu katastrophalen Hochwässern und Murenabgängen führen. 

Höhenstufen der Alpen

Alpenpflanzen

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Die Vegetation des Alpenraums kann man in unterschiedliche Stufen (auch Zonen) einteilen, die charakteristisch für einen bestimmten Höhenbereich sind - vom Wald im Talboden bis zu felsigen Gipfelbereichen.

Klima und Exposition führen zu starken Unterschieden in der Höhenausdehnung der einzelnen Zonen. So weist zum Beispiel eine nach Norden gerichtete Fläche aufgrund der mangelnden Sonneneinstrahlung niedrigere Temperaturen auf als die südwärts exponierte Fläche. Auch das Mesoklima der Alpen führt zu unterschiedlichen Ausprägungen der Zonen. Die Durchschnittstemperatur in den Randlagen der Alpen ist ca. 1°C niedriger, sodass die einzelnen Vegetationsstufen in geringere Höhen als in den zentralen Alpen vordingen können.  

Alpiner Permafrost

Klimazeiger und stabilisierendes Element in den Alpen

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Permafrost ist ein wichtiges Element der Cryosphäre in den Alpen, jedoch bleibt er im Vergleich zu den Gletschern unsichtbar. Nur Blockgletscher sind eindeutig erkennbare Landschaftsformen des Permafrosts. Die Bedeutung von Permafrost kann nicht hoch genug eingestuft werden: er ist ein sensibler Klimazeiger und erfüllt eine bedeutende Rolle in Sachen Hangstabilität, Hydrologie und Naturgefahren.

Die Erwärmung des Permafrost macht mittlerweile auch uns Alpenbewohnern und -besuchern zu schaffen: alpine Schutzhütten, die auf Permafrost gebaut sind, beginnen zu sacken; früher sichere Übergänge und Normalrouten sind zunehmend steinschlaggefährdet.   

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