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Integrale Evaluierung der Ver- und Entsorgungssysteme bei Berg- und Schutzhütten

In einem zweijährigen, internationalen Projekt werden bisherige Erfahrungen mit den Ver- und Entsorgungsanlagen von Berg- und Schutzhütten erhoben und bewertet. Daraus sollen Empfehlungen zur umweltgerechten, nachhaltigen Hüttenbewirtschaftung abgeleitet werden.
 
Ziel des Projektes ist die methodische, integrale Evaluierung bestehender Ver- und Entsorgungsanlagen alpiner Objekte für die Erstellung von Leitlinien für Planung, Bau und Betrieb mit internationaler Anwendbarkeit.
 
                             
 
Die Ziele im Detail sind:
  • Erstellung eines geeigneten Bewertungsverfahrens für Ver- und Entsorgungsanlagen im Alpinbereich
  • Festlegung von Bewertungskriterien für Ver- und Entsorgungseinrichtungen im Gebirge unter Berücksichtigung der Randbedingungen des Betriebs von Schutzhütten und Anlagen
  • Durchführung, Analyse und Optimierung der Datenerhebung
  • Evaluierung der Systeme
  • Darstellung des Optimierungspotenzials für Ver- und Entsorgungsanlagen bei Schutzhütten
  • Definition von Standardlösungen für bestimmte Anwendungsfälle unter besonderer Berücksichtigung von Betrieb und Wartung
  • Erarbeitung eines Ausbildungsprogramms für die Anlagenbetreiber
  • Erstellung der Leitlinien für Planung, Bau, Betrieb und Wartung von Ver- und Entsorgungsanlagen im Gebirge
  • Verbreitung der Projektergebnisse durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen
    Erhöhung des Umweltbewusstseins zum Bereich "Alpiner Raum" in der Öffentlichkeit
Das Projekt wird unterstützt von:
- Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
- Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft (BMLFUW)

sowie durch die Projektpartner
aus den Alpinen Vereine:
- Deutscher Alpenverein (DAV, Projektträger)
- Österreichischer Alpenverein (ÖAV)
- Naturfreunde Österreich (NFÖ)
- Österreichischer Touristenklub (ÖTK)
- Österreichischer Alpenklub (ÖAK)
- Schweizer Alpen-Club (SAC)
- Alpenverein Südtirol (AVS)
- Club Alpino Italiano (CAI)
- Slowenischer Alpenverein (PZS)
- Tschechischer Touristenklub (KCT)
den Ländern:
- Deutschland: Freistaat Bayern
- Österreich: Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark und
    Niederösterreich
- Italien: Land Südtirol
 
Informationen zum Projekt finden Sie desweitereren unter http://ievebs.boku.ac.at/

 

Reststoffbehandlung im Gebirge

Bei der Abwasserreinigung fallen abgetrennte Inhaltstoffe in unterschiedlicher Qualität und Konsistenz an. Diese Reststoffe wurden bisher meist im Hüttenumfeld aufgebracht. Dieses Vorgehen kann eine Veränderung der Vegetation bewirken, birgt ein örtliches hygienisches Gefährdungspotenzial und kann in sensiblen Lagen die Qualität vorhandener Wasserressourcen beeinträchtigen. Wegen dieser Vorbehalte und den verschärften gesetzlichen Bedingungen hinsichtlich der Klärschlammaufbringung, wird die Entsorgung ins Tal immer häufiger angeordnet.
Der Abtransport anfallender Reststoffe, vor allem der volumenreichen fließfähigen Klärschlämme würde viele Sektionen und Hüttenbetreiber, aufgrund der meist fehlenden Transportwege, wirtschaftlich enorm belasten. Behandlungsverfahren von Klärschlämmen und abgetrennten Abwasserinhaltsstoffen zur Reduzierung ihres Volumens können einen entscheidenden Beitrag leisten, Kosten zu sparen und Ressourcen zu schonen.

Zielsetzung

Ziel dieses Projektes war es, Verfahren zur Behandlung von Klärschlamm im Hochgebirge zu optimieren, neue Methoden zu entwickeln und zu testen, Systeme miteinander zu vergleichen und ihre jeweiligen idealen Einsatzbedingungen herauszufinden. Die Leistung der einzelnen Behandlungsverfahren soll hauptsächlich hinsichtlich der Volumens- und Gewichtsreduktion (Entwässerung) sowie der Hygienisierung bewertet werden, aber auch bezüglich des Abbaus und Verbleibs von Nähr- und Schadstoffen. Die Ergebnisse sollen für sämtliche Berg- und Schutzhütten des Alpenraumes modellhafte Lösungen an praktischen Beispielen aufzeigen.
Seit Beginn des Projektes konnten bestehende Anlagen eingehend untersucht und bewertet werden. Daraus gewonnene Erfahrungen führten zu neuen Ansätzen in Form von systematisch durchgeführten Grundlagenuntersuchungen und in weiterer Folge zur Entwicklung und Einsatz von Prototypen neuer Behandlungsverfahren.
 
Das Projekt wird unterstützt von:
- Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
- Deutscher Alpenverein
- Universität der Bundeswehr, Institut für Wasserwesen
- Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
- Grammer Solar GmbH
- Ingenieurbüro Pabsch & Partner GmbH
 
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt können Sie unter http://www.unibw.de/ifw/swa/Forschungsvorhaben/reststoffbehandlung nachlesen.
 

 

Internationale Fachseminare "Umweltgerechte Konzepte für Berg- und Schutzhütten. Innovative Projekte im Alpenraum"

Eine Plattform zur Präsentation von gesammelten Erfahrungen im Rahmen von umgesetzten Hüttenbaumaßnahmen und insbesondere zum Austausch von Erfahrungen bietet seit dem Jahr 2000 das jährliche Internationale Fachseminar "Umweltgerechte Konzepte für Berg- und Schutzhütten. Innovative Projekte im Alpenraum" im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern. Das Fachseminar wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
 
Die Ergebnisse der Veranstaltungen werden in Tagungsbänden festgehalten. Um Ihnen einen inhaltlichen Überblick geben zu können, stehen zu Ihrer Information die Inhaltsverzeichnisse der Tagungsbände als Download zur Verfügung. Einzelbeiträge können bei Interesse im Ressort Hütten, Wege, Kletteranlagen per Mail unter huetten.wege@alpenverein.de abgerufen werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Umwelttechnik für alpine Berg- und Schutzhütten

25 Hütten aus den Förderprojekten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein, den NaturFreunden Deutschland und der Bergwacht Bayern werden im Band "Umwelttechnik für alpine Berg- und Schutzhütten" von Verena Menz aus dem Jahr 2008 vorgestellt. Das Buch bereitet Hintergrundwissen, Tipps und Beispiele aus der Praxis interessant auf und ermöglicht einen vertieften Einblick in die umfangreiche Hüttentechnik.
 
Das Buch kann im DAV-Shop oder Buchhandel bestellt werden.
 
Verena Menz, Roland Digel, Franz-Peter Heidenreich, Dirk Schötz (Hrsg.): Umwelttechnik für alpine Berg- und Schutzhütten. Hintergrundwissen, Tipps und Beispiele aus der Praxis.
ISBN: 978-3-7633-8037-4
Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Bergverlag Rother
Preis: 19,90 €
 

 

Planungsleitfaden für Energiekonzepte von Berghütten

Im Zusammenhang mit dem Projekt "Demonstrationsvorhaben zur umweltgerechten Ver- und Entsorgung ausgewählter Berg- und Schutzhütten" ist der Broschüre "Planungsleitfaden für Energiekonzepte von Berghütten" entstanden. Die Broschüre gibt einen Überblick zur Analyse des Ist-Zustandes, die Ermittlung von Energiesparmaßnahmen und den Einsatz umweltfreundlicher Energien.
 
Die Broschüre steht für Sie als Download zur Verfügung:
 
 

 
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