Exklusiv beim DAV - die BergwanderCard
Schätzen Sie mit zehn vorgegebenen Fragen Ihre Kondition und Trittsicherheit ein. Und ermitteln Sie dann mit Hilfe der BergwanderCard die bezüglich Länge und Schwierigkeit zu Ihnen passenden Bergwege.
Die Grundlage der BergwanderCard war die Untersuchung von Bergwanderern 2005 durch die Sicherheitsforschung des DAV. Ergebnis: Knapp zwei Drittel der beobachteten Bergwanderer haben eine Tour gewählt, die sie angemessen bewältigten. Hingegen waren 39 Prozent der Untersuchten entweder konditionell und/oder seitens der Trittsicherheit überfordert. Die Sicherheitsforschung meint: Ein hoher Anteil, der durch die BergwanderCard gedrückt werden kann. Die konsequente Anwendung der BergwanderCard hätte bei den 208 Beobachteten zu einer Reduktion der Fehleinschätzung von knapp 50 Prozent geführt.
DAV Bergwegeklassifizierung
Leider gibt es alpenweit keine einheitliche Bergwegeklassifizierung. Zudem entdeckte die Sicherheitsforschung bei den aktuellen Wegeeinteilungen der Nachbarländer Mängel und hat sich deshalb für eine DAV-Bergwegekategorisierung entschieden. Hierbei war erstens wichtig, Bergwege in drei Kategorien einzuteilen. Mehr Unterteilungen sind unübersichtlich. Weniger werden der Bandbreite von Bergwegen nicht gerecht. Zur Kennzeichnung schaute man über den Tellerrand zu den Skipisten: blau für leichte Bergwege, rot für mittelschwere Bergwege und schwarz für schwere Bergwege. Aber Vorsicht! Auch ein blauer Bergweg kann steil und schmal sein!
Zum zweiten wurden bei der Definition Eigenschaften der Bergwege beschrieben. Ist ein Bergweg schmal? Ist er steil? Gibt es absturzgefährliche Stellen? Wie häufig sind diese? Muss man seine Hände beim Begehen benutzen, d.h. einfache Kletterstellen meistern? Die Definitionen der Bergwege finden Sie im Download zur BergwanderCard. Eine praxisnahe Vorstellung werden Sie sich erst beim Begehen von Bergwegen verschaffen können. Schwere Bergwege sind ... absturzgefährlich liest sich leichter als sich ein schwarzer Bergweg begehen lässt.
Vergleichstabelle der Bergwegeklassifizierung
Eine einheitliche Bergwegeeinteilung ist Zukunftsmusik. Auch die Kategorisierung der vom DAV betreuten Bergwege wird Zeit brauchen. Die ebenfalls von der DAV-Sicherheitsforschung zusammengestellte Vergleichstabelle der Wanderwege von der Schweiz bis ins Salzburger Land, die in der BergwanderCard enthalten ist, hilft Ihnen die passende Bergwanderung auszusuchen.
Hinweis: Bitte beachten Sie regionale Unterschiede! Die Allgäuer Alpen sind nach dem Vorarlberger System klassifiziert worden.
Die BergwanderCard lohnt sich
Erstens drückt die BergwanderCard bei konsequenter Anwendung den Anteil an Wanderern, die eine zu anspruchsvolle Tour auswählen. Und zweitens zwingt die BergwanderCard zur Tourenplanung: Ist der Weg, den ich vorhabe, ein schwerer Weg. Wo kann ich das in Erfahrung bringen? Wie trittsicher bin ich? Wie viel Zeit muss ich für die Tour veranschlagen? Wie viel konditionelle Reserve habe ich noch bei der Tour?
Hier gibt es die DAV BergwanderCard
- auf dieser Site als PDF-Download
- in der Bundesgeschäftsstelle des DAV, Von-Kahr-Str. 2-4, BergwanderCard, 80997 München (gegen Einsendung eines mit 0,55 Euro frankierten Rückumschlags)
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